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Neue Hygieneauflagen Warum dürfen Friseure öffnen, aber Kosmetiker nicht?

Neue Hygieneauflagen: Warum dürfen Friseure öffnen, aber Kosmetiker nicht?
Sehen Sie im Video: Experiment  beim Friseur – wann ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch? Videoquelle: RTL.de
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Ab März dürfen Friseure wieder öffnen. Handwerkskammern und Betriebe stellen sich nun folgende Frage: Warum dürfen Friseure öffnen, Kosmetiksalons und Massagesalons aber nicht?

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de 

Die Friseure dürfen zwar ab 1. März endlich wieder öffnen – Kosmetikstudios und Massagesalons müssen aber weiterhin geschlossen bleiben. Jetzt sorgt die unterschiedliche Herangehensweise in Brandenburg für Unmut bei Handwerkskammern und Betrieben. Warum Friseure jetzt Vorrang haben.

Friseure dürfen ab dem 1. März nur unter bestimmten Hygieneauflagen wieder öffnen: Haarewaschen ist ein Muss, Händewaschen und regelmäßig Lüften sind nur ein paar der neuen Regeln, die künftig bei einem Friseurbesuch zu beachten sind. "Eine Öffnung auch für unsere Kosmetikbetriebe zumindest zu diesem Zeitpunkt wäre genauso gerechtfertigt", sagte Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam jetzt der Deutschen Presse-Agentur.

Friseure haben Vorrang

Auch Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor Hygienezentrum Bioscientia, meint: "Wer A sagt muss auch B sagen und andere Betriebe, wie Kosmetik- oder Tattoostudios, nach und nach öffnen." Dr. Zinn hält die Öffnung der Friseure aus hygienischer Sicht für "vertretbar". Schließlich müsse Bürgern auch wieder eine Perspektive geboten werden. "Wir wissen aus den bisherigen Erfahrungen, das Friseure sehr sehr wenig Infektionsraten haben. Gerade wenn sie im Kopfbereich die Haare schneiden und nicht rasieren, haben sie wenig Kontakt mit den Aerosolen. Vorausgesetzt sie tragen Masken."

Aber wie sieht es denn nun bei Kosmetikstudios aus? Schließlich drängen Kosmetiker ebenfalls auf eine zeitnahe Öffnung. "Dass Kosmetikstudios noch nicht öffnen dürfen, ist sicher ein pragmatischer Grund. Man muss anfangen mit einem Gewerk. Wir alle gehen zum Friseur, ein paar gehen zur Kosmetik. Ich vermute, es ist einfach eine unwissenschaftliche Priorisierung", so Dr. Zinn.

RTL.de

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