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GEZ -Nachfolge: Rente von 77-Jähriger wegen Rundfunkgebühren gepfändet - sie hat weder Radio noch TV

Eine Rentnerin aus Wismar weigert sich vehement, Rundfunkgebühren zu zahlen. Nun wird ihr ein beträchtlicher Teil der Rente gepfändet.

Rundfunkbeitrag nicht gezahlt: Rente gepfändet

Weil sie keine Rundfunkbeiträge zahlte, bekommt eine 77-Jährige die Rente gepfändet (Symbolbild)

Einer 77-jährigen aus in Mecklenburg-Vorpommern werden künftig fast 100 Euro ihrer Rente monatlich gepfändet. Der Grund: Die Seniorin weigert sich standhaft, ihre Rundfunkgebühren zu zahlen. Wie sie zur "Ostsee-Zeitung" sagte, besitzt sie nämlich weder ein TV- noch ein Radiogerät. "Ich brauche keinen Fernseher", zitiert das Blatt sie.

Ob sie einen Internetzugang hat, wird im Bericht nicht erwähnt. Für den Einzug der Gebühren ist das eh unerheblich. Anders als früher die -Gebühren, fällt der 2013 eingeführte Rundfunkbeitrag - 17,50 Euro im Monat - nämlich nicht für Geräte, sondern pro Haushalt an.

Ausstehende Rundfunkgebühren: 300.000 Verfahren laufen

Alleine im Einzugsgebiet des NDR laufen momentan 308 000 Verfahren aufgrund nicht bezahlter Beiträge. Immer wieder entfacht die Zahlungspflicht der Gebühren Diskussionen. Ein weiterer Fall, der für Aufsehen sorgte, ereignete sich im vergangenen Jahr, als eine alleinerziehende Mutter aus Brandenburg wegen ausstehender Beiträge ins Gefängnis gehen sollte. 

Allerdings gibt es für die standhafte Rentnerin aus Wismar einen kleinen Lichtblick. Betroffene mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Befreiung - die ist bis zu drei Jahre rückwirkend möglich.

 

fk/rös