Wie bei Erwachsenen ist auch bei Kindern entscheidend, die Krankheit möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Das verhindert Komplikationen und Spätfolgen, etwa Wachstumsverzögerungen. Allerdings dauert es oft länger als bei Erwachsenen, bis die Diagnose steht. Manche Messverfahren, bei denen der Patient aktiv mitmachen soll, etwa indem er in einen Schlauch hinein pustet, kann der Arzt bei kleinen Kindern nicht einsetzen. Einfache Lungenfunktionstests eignen sich erst ab einem Alter von vier bis fünf Jahren. Es gibt aber auch Kliniken, die sich auf die Lungenfunktionsprüfung bei Säuglingen spezialisiert haben.
Umso wichtiger sind daher das Gespräch mit den Eltern und die körperliche Untersuchung. Der Arzt erkundigt sich zunächst nach der Kranken- und Familiengeschichte. Er sucht nach möglichen Auslösern und fragt, wann sich die Symptome verschlimmern, ob das Kind Tabakrauch ausgesetzt ist oder womöglich selber raucht, wenn es schon älter ist. Dann hört und klopft er die Lunge ab und achtet dabei besonders auf ungewöhnliche Atemgeräusche.
Um herauszufinden, ob das Kind allergisch auf Hausstaubmilben, Haustiere, Pollen oder Schimmelpilze reagiert, kann der Arzt einen Pricktest oder einen Bluttest durchführen. Meist werden diese Verfahren ab dem zweiten Lebensjahr eingesetzt. Bei einem Großteil der Kinder mit Asthma spielen allergische Auslöser eine Rolle für die Entstehung der Krankheit.