Die Diagnose ist deshalb so schwierig, weil klassische Untersuchungen wie Hauttests und Bluttests bei einer Pseudoallergie nicht greifen. Experten raten auch von Verfahren wie dem IgG-Test ab, der damit beworben wird, jene schwer zu identifizierenden Auslöser bei diffusen Lebensmittelunverträglichkeiten ausmachen zu können. Diese Tests seien unseriös und reine Geldschinderei.
Eine Pseudoallergie lässt sich meist nur mithilfe eines langwierigen Ausschluss- und Testverfahrens nachweisen. Üblich ist dabei eine Auslassdiät, das heißt, der Patient versucht, sich drei bis vier Wochen lang so zu ernähren, dass er verdächtige Lebensmittel meidet und möglichst wenige potenzielle Auslöser zu sich nimmt. In dieser Zeit sollten sich die Symptome bessern. Aber es erfordert Geduld und Disziplin: Ein Diäterfolg stellt sich aber meist erst nach zehn bis vierzehn Tagen ein. Jeder Ausrutscher zögert ihn hinaus.
Anschließend folgt ein Provokationstest: Der Arzt gibt dem Betroffene den möglichen Auslöser wieder zu essen und überprüft, ob er darauf reagiert.