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6. Januar 2009, 19:00 Uhr

Müder Abschied von der Macworld

Steve Jobs war nicht da und viele von der Fachpresse erwartete Produkte glänzten ebenfalls durch Abwesenheit. Statt neuen iPhones und iMacs wurde lediglich Software aktualisiert und die Notebook-Serie erweitert.

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Phill Schiller, Vize-Chef bei Apple, präsentierte die Keynote auf der Macworld 2009© JOHN G. MABANGLO/DPA

Das Computerunternehmen Apple hat am Dienstag neue Funktionen seiner Multimedia-Programme für den Mac vorgestellt. Zur Eröffnung der Fachmesse Macworld in San Francisco präsentierte Marketing-Manager Phil Schiller das Software-Paket iLife 09. Die einzelnen Bestandteile sollen einen möglichst einfachen Umgang mit Fotos, Videos und digitaler Musik ermöglichen. Die neue Version des Apple-Bildbearbeitungsprogramms iPhoto beherrscht nach Angaben Schillers nun die automatische Gesichtserkennung und kann digitale Fotos daher nach den abgebildeten Personen sortieren.

Unterstützt wird auch das "Geotagging" - dabei werden Bilder mit geografischen Daten versehen, so dass sie nach dem Aufnahmeort angeordnet werden können. Der Geografie räumt Apple auch bei Videos einen Platz ein - iMovie 09 ermöglicht etwa animierte Reisekarten. Das Musikprogramm Garageband '09 enthält interaktive Lektionen mit Sting und anderen Musikern.

Ebenfalls in einer neuen Version wird es demnächst das Office-Paket iWork geben. Die darin enthaltenen Bestandteile Keynote, Pages und Numbers wurden um einige Funktionen erweitert. Ganz neu ist der neuen Online-Service iWork.com, der dabei helfen soll, dass verschieden Personen gleichzeitig an einem Dokument arbeiten. Der Dienst steht ab sofort in einer kostenlosen Betaversion zur Verfügung.

Die einzige Hardware des Abends ist ein alter Bekannter: Apple hat nun auch das Flaggschiff der Notebook-Reihe, das Macbook Pro mit einem 17-Zoll-Display, aktualisiert. Nun kommt es, wie auch bereits die kleineren Modelle, mit dem neuen Alugehäuse aus einem Stück. Das besondere an dem Notebook ist der Akku mit einer Laufzeit von bis zu acht Stunden. Allerdings lässt sich die Batterie nicht mehr austauschen, da sie fest eingebaut wurde, um Platz zu sparen.

Musik ohne Kopierschutz

Auch beim iTunes Music Store gab es Neuerungen zu vermelden. So kosten die einzelnen Musikstücke nicht mehr einheitlich 99 Cent. Künftig reichte die Preisspanne von 69 Cent bis zu 1,29 Euro - dafür werden alle Songs ohne Kopierschutz angeboten. Damit entspricht Apple den Wünschen der Musikindustrie, die an neuen Songs mehr verdienen wollten

Schiller vertrat den charismatischen Apple-Vorstandschef Steve Jobs, um dessen Gesundheitszustand es in den vergangenen Wochen immer wieder Gerüchte gegeben hatte. Anfang dieser Woche erklärte Jobs, dass er an einer einfach zu behandelnden Hormonstörung leide, seine Aufgaben bei Apple aber weiter erfüllen werde. Ungewiss ist allerdings die Zukunft der Macworld - Apple hat angekündigt, im nächsten Jahr dort nicht mehr mit einem eigenen Messestand aufzutreten. Stattdessen will das Unternehmen anderen Formen der Produktpräsentation den Vorzug geben.

bla mit AP
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Eisenbaer (07.01.2009, 11:50 Uhr)
Apple ist halt vorsichtig pessimistisch
Denen ist mit dem Finanzdebakel auch die ambitionierteste Käuferschicht weggebrochen. Und ohne den Hype des gut bezahlten mittleren Managements, möchte sich auch kein "Normalbürger" mehr mit des Accessoires dieser gut bezahlten Mitbürger schmücken. Zumal es für weniger Geld, bessere, wenngleich nicht ganz so imagelastige Ware zu kaufen gibt... ;-))
Countryjoe (07.01.2009, 09:11 Uhr)
Pottfon?
Wie wäres den mal mit einer echten Innovation, dem Pottfon, einer zu nichts brauchbaren Kombination aus Eiertopf und Telefon. Wenn Apple die notwendige Livestilewerbung macht verkauft sich sicher auch das unter den Jobsjüngern.
deinemama (06.01.2009, 22:45 Uhr)
Bisschen...
...enttäuscht bin ich ja schon.
Abgesehen vom fehlenden Steve war da einfach viel zu wenig Innovation. Nach einem Jahr schon ein neues iWork und iLife finde ich regelrecht unverschämt den 08-Käufern gegenüber, zumal die Upgrades nicht gerade ein Schnäppchen sind. Ich hatte sehr auf einen kleinen iPhone-Bruder und einen neuen Mac Mini gehofft, außerdem auf ein wirklich originelles Netbook oder Ähnliches, so ein typisches "Nur Apple kann das"-Gadget. Aber das "One more thing" blieb offenbar aus - das öde 17"-Macbook mit festem Akku haut mich jetzt nicht wirklich vom Hocker.
Get well soon, Steve. Und mach, wenn es Dir besser geht, bitte mal wieder ein bisschen Feuer unter dem Hintern Deiner Entwickler!
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