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14. Februar 2011, 21:13 Uhr

Supercomputer "Watson" siegt bei "Jeopardy"

Die Hirnwindungen waren nicht so schnell wie die Schaltkreise: Bei dem US-Ratequiz "Jeopardy" hat Supercomputer "Watson" seine beiden menschlichen Gegenspieler am Ende klar geschlagen. Aber der IBM-Rechner zeigte auch Schwächen.

Brad Rutter und Ken Jennings sind wahre "Jeopardy"-Champions, doch gegen "Watson" hatten sie keine Chance: In der dritten und letzten Partie ihres Duelles machte der IBM-Rechner den Sack zu und gewann deutlich gegen seine beiden Kontrahenten aus Fleisch und Blut.

Vor der Endrunde des US-Spielshowklassikers erspielte "Watson" etwa 18.000 Dollar (12.600 Euro), sein schärfster menschlicher Konkurrent nur gut 12.000 Dollar. In der ersten Runde hatten "Watson" und Rutter noch gleichauf gelegen. In der zweiten führte die Maschine dann die beiden Menschen vor und erspielte 35.754 Dollar - weit mehr als das doppelte von dem, was beide Männer mit 10.000 beziehungsweise 4800 Dollar zusammen einspielten. In der dritten Runde war Rutter bald abgeschlagen, dafür lag aber Jennings lange deutlich vorn. Nach zwei Dritteln der Sendezeit hatte er etwa 17.000, "Watson" nur gut 12.000 Dollar.

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Maschine schlägt Mensch: IBM-Rechner "Watson", eingerahmt von Ken Jennings (l.) und Brad Rutter© IBM/DPA

In den letzten Minuten startete der Computer aber seinen Durchmarsch und ließ den beiden Menschen keine Chance mehr. Zuletzt standen 35.754 Dollar auf seiner Anzeige, bei Jennings waren es 10.000 Dollar und bei Rutter 4800 Dollar. Durch den Spielmodus katapultierte sich der Gewinn für "Watson" sogar auf 77.000 Dollar und letztlich auf eine runde Million.

Das Duell erinnerte an die Schachpartie zwischen dem Computer "Deep Blue", ebenfalls von IBM, und Garri Kasparow. Der Maschine war es 1996 gelungen, den damaligen Schachweltmeister zu schlagen. Ein Jahr später besiegte er Kasparow auch in einem ganzen Turnier.

"Watson" antwortete zwar ein paar Mal falsch, letztlich drückte er mit seinem Roboterarm aber schneller und hatte sehr oft auch die richtigen Fakten parat. Schwach war er beim Themenkomplex Europäische Union. So wusste er nicht, dass die frühere jugoslawische Republik Slowenien zur EU gehört. Als gefragt wurde, was wegen des Schengener Abkommens nicht mehr kontrolliert wird, war er sich zu 33 Prozent sicher, dass "Reisepässe" die richtige Antwort ist; die tatsächlich richtige Antwort "Grenzen" erwog er nur mit 14 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für der seine drei Favoriten wurde jeweils angezeigt.

joe/DPA
 
 
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