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17. März 2008, 11:32 Uhr

Internetsite erhält Negativ-Preis für Online-Abzocke

Der Betreiber der Website "onlinemallcn.com" bekommt das "Schwarze Schaf" 2008. Der Negativ-Preis für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet wird seit zwei Jahren verliehen, um auf die Gefahren im Internet aufmerksam zu machen.

Der "Preis" für dreiste Internetabzocke geht 2008 nach China© Internetagenten

Der Gewinner der unliebsamen Trophäe 2008 für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet steht fest: Die Juroren wählten Li Xiao von der Firma Xin Net Technology Corporation, Betreiber der Seiten onlinemallcn.com und trademallcn.com zum "Schwarzen Schaf des Jahres 2008". Vergeben wird dieser Negativ-Preis von der Firma P4M - Die InternetAgenten, die die Initiative "Das Schwarze Schaf" im Jahr 2006 ins Leben gerufen hat.

In der Jury saßen Doris Möller, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM e.V.), Norbert Gehrke, Vorstandsmitglied i.R. der Braun GmbH, Oliver Trettin, Stellvertretender Geschäftsführer Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. (BVV), Prof. Rido Busse, Vorstandsvorsitzender Aktion Plagiarius e. V. und Dr. Tim Reinhard, Rechtsanwalt/Partner Osborne Clarke.

Der Internetanbieter Li Xiao mit Sitz im fernen Beijing kassierte das Geld gutgläubiger Kunden, die er mit scheinbar lukrativen Angeboten elektronischer Geräte wie Fernseher, Computer oder Kameras bekannter Markenhersteller auf seine Seiten lockte. Doch schon bei der Bezahlungsmethode ergaben sich Zweifel an der Seriosität des Betreibers. PayPal, eine der sichereren Zahlungsmethoden im Internet, sei angeblich temporär nicht nutzbar gewesen, hieß es auf den Shopseiten.

Auch bei einer anonymisierten E-Mail-Anfrage von P4M, wann PayPal wieder nutzbar sei, wurde der Kunde nur auf diverse andere Zahlungsmethoden verwiesen, die als ebenso "sicher" bei der Bezahlung eingestuft wurden. Bei diesen Anbietern muss das Geld - im Gegensatz zu PayPal - vorab überwiesen werden. Für den chinesischen Anbieter war dies eine dreiste Möglichkeit, die Kunden um ihre Ware zu prellen: Denn nach Bezahlung wurden, laut einer Meldung, die P4M von einem Opfer dieser Betrugsmasche erhielt, die Geräte nicht ausgeliefert.

Schließlich blieben die getäuschten Kunden mit leerem Konto und leeren Händen zurück. "Dieses Schwarze Schaf ist aus unserer Sicht besonders dreist, da hier auf Kosten von Originalherstellern und Kundenvertrauen in diese Marken Betrug geschieht", sagt Prof. Rido Busse, Vorstandsvorsitzender der Aktion Plagiarius e. V. Auch Jury-Mitglied Dr. Tim Reinhard, Rechtsanwalt/Partner der Rechtsanwaltskanzlei Osborne Clarke, sagte: "Bei diesem Anbieter handelt es sich um ein wirklich schwarzes Schaf, dem es nicht um einen Vorsprung vor anderen Wettbewerbern geht, sondern der seine Kunden" schlichtweg betrügt."

"Mit diesem Schwarzen Schaf des Jahres möchten wir alle Internetnutzer dazu animieren, bei besonders günstigen Angeboten vorsichtig zu sein, vorab Informationen über den Anbieter einzuholen und seine Seriosität zu klären und größere Geldsummen nicht vor dem Erhalt eines bestellten Produktes zu überweisen", sagt Hubert Neuner, einer der beiden P4M-Geschäftsführer.

Über die Initiative "Das schwarze Schaf"

Um auf unlauteren Handel im Internet und die kriminellen Methoden von Internetbetrügern aufmerksam zu machen und Verbraucher vor den dreistesten Betrügern im Internet zu warnen, hat die Firma P4M - Die Internetagenten, die auf die Überwachung, intelligente Erhebung und Analyse von Internet-Inhalten spezialisiert ist, im April 2006 die Initiative "Das schwarze Schaf" ins Leben gerufen. Seitdem zeichnet das Unternehmen monatlich die dreistesten Rechtsverletzungen im Internet mit dem Negativ-Preis

"Das schwarze Schaf" aus. Einmal jährlich ernennt dann eine Jury namhafter Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus allen "Monatsschafen" ein "Jahresschaf".

bla
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
JuriGarkov (17.03.2008, 18:54 Uhr)
UNO schlatet sich sicher auch bald ein
Damit dieser Kindergarten wieder los gehen kann und sämtliche Linke NGOs und Betroffenheitsmultikultipolitiker auch eine Existenzberechtigung haben.
JuriGarkov (17.03.2008, 18:53 Uhr)
"schwarzes Schaf"
wo bleibt die Rassimuskeule a la SVP Wahlkampfplakat. War Stern.de nicht auch mit dabei?
screne (17.03.2008, 15:21 Uhr)
Jaja...
Ein wenig gesunder Menschenverstand hilft auch. Mich wollte man bei Ebay auch schonmal über den Tisch ziehen: Die DVD sollte aus den USA kommen, der Verkäufer saß in Litauen und bezahlt werden sollte auf ein Konto in der Ukraine. Wer da nicht misstrauisch wird - dem ist nicht mehr zu helfen. Da nützen dann auch solche Preise nix mehr. Aber besser als nix ist es ja.
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