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18. Juni 2010, 15:14 Uhr

Nutzermassen bringen richtig Geld

Trotz der andauernden Debatte um den Datenschutz bei Facebook, strömen weiterhin neue Nutzer in das größte soziale Netzwerk. Und sie bringen Geld mit: Facebook macht nach zögerlichem Start inzwischen ordentlich Umsatz.

Facebook, Einnahmen, Mark Zuckerberg, soziale Netzwerke, Umsatz

Facebook verdient Geld - und wird immer interessanter für Investoren© Sebastian Wilnow/DDP

Das Internet-Netzwerk Facebook profitiert vom Zustrom an neuen Nutzern und Werbekunden und verdient richtig ordentlich. Der Umsatz habe im vergangenen Jahr zwischen 700 und 800 Millionen Dollar gelegen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem soll das weltweit größte Netzwerk seiner Art auch unterm Strich ein Ergebnis in höherer zweistelliger Millionenhöhe eingefahren haben. Facebook gelingt es immer besser, mit seinen Dienstleistungen auch Geld zu verdienen. Dadurch weckt das vor sechs Jahren gegründete US-Unternehmen auch Begehrlichkeiten bei Investoren.

Immer wieder wird spekuliert, dass der von Mark Zuckerberg gegründete Konzern bald an die Börse geht. Das Unternehmen selbst weist stets darauf hin, dass ein Börsengang derzeit keine Priorität hat - zudem es bereits einen regen Handel auf dem Graumarkt bei Plattformen wie Sharespost und SecondMarket gibt.

Experten hatten für 2009 maximal mit einem Umsatz von 700 Millionen Dollar gerechnet, Facebook hatte lediglich etwas mehr als 500 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. 2008 soll das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto Schätzungen zufolge etwa 400 Millionen Dollar eingenommen haben. Facebook ist bisher nicht zur Veröffentlichung seiner Bilanzdaten verpflichtet, weshalb es keine offiziellen Angaben über Umsatz- und Gewinn gibt.

Explosion der Nutzerzahlen

Die Zahl der Facebook-Nutzer ist explodiert. Im Januar 2009 lag sie nach Unternehmensangaben bei 150 Millionen, im Dezember dann bei über 350 Millionen. Aktuell sollen es fast eine halbe Milliarde Nutzer sein. Geld verdient der Konkurrent des deutschen Onlineportals StudiVZ vor allem durch innovative Werbung. "Wir können wirklich gute, relevante Werbung anbieten, weil uns die Menschen exakt sagen, woran sie interessiert sind und wen sie kennen", sagte Zuckerberg zuletzt auf einer Konferenz. Die Zahl der Werbenden auf Facebook habe sich in den letzten anderthalb Jahren vervierfacht. Anfang 2010 nutzten unter anderem AT&T, Ford und der Blackberry-Hersteller Research in Motion die Internetseite, um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen.

Damit ist Facebook längst zur Konkurrenz für renommierte Internetkonzerne wie Google und Yahoo geworden. Auf der anderen Seite kämpft das Unternehmen mit dem richtigen Gleichgewicht zwischen Datenschutz und Werbung bei seinen Nutzern. Erst im Mai hatte das Netzwerk auf Kritik reagiert und die Privatschutz-Einstellungen verbessert.

san/Reuters
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Topsy50 (19.06.2010, 12:05 Uhr)
@Frixus
Schon mal an die Zeitverschiebung gedacht oder an die horrenden Telefongebühren in's Ausland? Von den Postlaufzeiten will ich erst gar nicht anfangen. Manchmal sind Briefe schon nach 7 Tagen hier, manchmal erst nach über 3 Monaten Laufzeit und meistens kommt die Post erst gar nicht an. Nee, nee, da lobe ich mir doch das Internet. Da geht alles viel schneller und fixer. Man Richtet Fotoalben ein, die sich die Angehörigen entweder anschauen oder auch runterladen können, Nachrichten kommen sehr viel schneller an, als mit der guten alten Post. Auch wenn ich schon etwas älter bin, genauer Rentnerin, stehe ich dem Internet nicht feindselig gegenüber, sondern setze es für mich ein. Und was Facebook an Daten über mich bekommt oder auch nicht, bestimme ich noch ganz allein. Wer sich natürlich damit nicht auseinandersetzen will, für den ist Facebook Teufelszeug :-)
DasSchaf (19.06.2010, 10:19 Uhr)
Datenkrake
Facebock ist neben einenm Datensammler (Händler) nichts weiter als eine Werbemüllschleuder der Sonderklasse
Frixus (19.06.2010, 04:05 Uhr)
Passwortschutz
Brauche ich nicht - Menschen, Freunde und Bekannte welche mit mir in Kontakt bleiben möchten melden sich per Telefon oder Post. Die Lieblosigkeit einer mail zum Geburtstag oder Weihnachten ist ja mittlerweile allgegenwertig - copy und paste - das sind ja mal super Freunde/Familienangehörige, die Ihr habt.


Immer weiter so...
Topsy50 (18.06.2010, 23:32 Uhr)
Facebook ist gar nicht so schlecht
Damit sind wir mit unseren Angehörigen in Europa in Verbindung. Ich schreibe fast täglich eine Notiz und unsere Angehörigen in DE und GB können die dann lesen. Wäre Facebook nicht, müßte ich einen Blog mit Passwortschutz einrichten, damit nicht jeder Hans und Franz mit lesen kann und so stelle ich eben die Sicherheit so ein, dass nur Freunde und deren Freunde mit lesen dürfen. Ist doch prima. Dami wissen unsere Kinder, Enkel, Geschwister und Co.. was wir so in Südamerika treiben :)
Frixus (18.06.2010, 21:57 Uhr)
Soziales Reallife
Ich kann solchen Plattformen nichts abgewinnen. Man nenne mir einen Vorteil! Aber vielleicht bin zu alt...
chatahootchee (18.06.2010, 20:11 Uhr)
DESHALB
zwingt stern.de zum Kommentieren zu Facebook.
Wie hoch ist denn die Kommission?
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