Ebay schafft Einstellgebühr ab

20. März 2013, 18:58 Uhr

Konkurrenz für Amazon und Co: Ebay schraubt in den USA an seinem Gebührenmodell und will so für Händler attraktiver werden. Vor allem das Abschaffen der Einstellgebühr sorgt für Aufsehen.

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Erst ein neues Logo, nun folgt das überarbeitete Gebührenmodell: Ebay räumt seine Online-Plattform auf.©

Alles neu beim Online-Flohmarkt Ebay: Im vergangenen Herbst wurde die Webseite und das Logo der Handelsplattform überarbeitet, nun plant der Konzern in den USA eine Generalüberholung des Gebührenmodells. In vielen Fällen soll die Einstellgebühr abgeschafft und die Preisgestaltung für die Nutzer einfacher und verständlicher werden. Die Gebühren werden abhängig von der Größe des Anbieters und der Art und Stückzahl des zu verkaufenden Produktes zwischen vier und zehn Prozent gestaffelt sein. "Wir wollten mehr Transparenz zu Gunsten der Profitabilität geben", erklärt Brian Hsu, der bei eBay für die Preisgestaltung zuständig ist, der US-Nachrichtenagentur "Bloomberg".

Angriff auf Amazons Marketplace

Einige Händler hätten nicht das Gefühl gehabt, alle Produkte sinnvoll über Ebay verkaufen zu können, heißt es in dem Bericht. Genau das wolle man mit der neuen Gebührenstruktur erreichen, so Hsu. Bis zu 50 Artikel monatlich können US-Nutzer demnächst als Auktion oder zu einem Festpreis einstellen, ohne dass eine Gebühr anfällt. Anschließend kostet jede Auktion 0,30 US-Dollar. Nur beim Verkauf werden zehn Prozent Provision fällig, die auf maximal 250 US-Dollar gedeckelt ist.

Auch Händler sollen von der neuen Regelung profitieren: Je nach Art des Artikels werden ihnen Gebühren zwischen vier bis neun Prozent berechnet. Zudem bezahlen sie eine monatliche Gebühr in Höhe von 19,95 bis 199,95 US-Dollar und können dafür zwischen 150 und 2.500 Artikeln auf dem Ebay-Marktplatz anbieten.

Das neue Gebührenmodell wird in den nächsten Monaten in den USA aktiv werden. Ob und wann die Regelungen in Deutschland aktiv werden, ist bislang nicht bekannt.

Mit der neuen Gebührenordnung will Ebay die Händler von der Konkurrenz weglocken, vor allem von Amazons Marketplace. Dort ist das Einstellen von Artikeln kostenlos, nur beim Verkauf berechnet der weltgrößte Online-Händler eine Gebühr, die zwischen 12 und 15 Prozent beträgt.

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