Hurra, der erste deutsche Spargel! Und auch deutsche Erdbeeren gibt es schon. Beide sind allerdings noch recht teuer. Der Star des Aprils ist der junge Freiland-Spinat. Greifen Sie zu, solange er noch zart ist, dann eignet er sich am besten für einen Frühlingssalat, zum Beispiel mit kross gebratenem Speck. Er enthält zwar nicht ganz so viel Eisen, wie lange Zeit angenommen, dafür strotzt er vor Kalium, Kalzium, Magnesium, Beta Karotin, B-Vitaminen, Vitamin C und Folsäure.
Leider speichert Spinat auch recht viel Nitrat, das durch den Dünger in den Boden gelangt. Nitrate können sich im Körper in Nitrite umwandeln, sie gelten als krebsfördernd. Achten Sie deshalb darauf, keinen Treibhaus-Spinat zu kaufen, sondern solchen aus Freilandanbau: Bekommt die Pflanze genug Licht, kann sie die Nitrate weitgehend abbauen. Öko-Spinat enthält ganz wenig Nitrat, weil Bio-Bauern auf synthetische Düngung verzichten.
In diesen Wochen können Sie unter vielen frischen Kräutern wählen. Kerbel zum Beispiel, der Kartoffelcremesuppe erst richtig fein macht. Auch Bärlauch hat jetzt Saison – auf keinen Fall verpassen! Probieren Sie ihn in Salaten oder in einem Risotto. Am besten, Sie bereiten sich selbst gleich einen Vorrat an Bärlauch-Pesto mit Kürbiskernen zu. Wenn Sie den zermalmten Kräuterbrei in saubere, heiß gespülte Gläser füllen und mit Olivenöl bedecken, hält er sich im Kühlschrank etwa drei Monate.
Und zum Nachtisch? Rhabarber, frisch vom Feld! Die Stangen mit rotem Fleisch schmecken leicht nach Himbeere, die grünen kommen herb-säuerlich daher. In grobe Stücke geschnitten, mit Wasser und Zucker kurz gedünstet, wird ein leckeres Kompott draus. Geben Sie etwas Zitronensaft oder Wein dazu - ihre Säure bindet die des Rhabarbers. So können Sie Zucker sparen.
Ruth Hoffmann