Wenn Sie sich an Spargel noch nicht satt gegessen haben, tun Sie es jetzt – ab Mitte des Monats ist es vorbei. Dafür kommen Bohnen und Blumenkohl von deutschen Feldern. Und haben Sie schon mal dicke Bohnen probiert? Jetzt sind sie am besten! Blanchieren Sie sie kurz in heißem Wasser, dann lassen sie sich ganz leicht häuten. Dann mit Speckwürfeln anbraten und mit gehackter Petersilie oder Minze bestreuen.
Das heimische Gemüse ist im Juni so lecker und zart, dass es ohne großen Aufwand zum Mittelpunkt einer Mahlzeit werden kann. Neue Kartoffeln zum Beispiel. Als Pellkartoffeln mit Quark oder auch nur mit Butter und Salz sind sie ein Fest – und nicht zu vergleichen mit der wässrigen Importware aus Zypern oder Ägypten.
Spitzkohl löst jetzt seine winterlichen Verwandten ab. Er passt viel besser zum Frühsommer: Seine Blätter sind zarter und aromatischer als die des Weißkohls, sie garen schneller und schmecken nicht so herb nach Kohl. Einen Spitzkohl können sie ganz einfach vierteln, tropfnass in eine Pfanne setzen und mit Butter und Salz in knapp einer Viertelstunde bissfest garen. Servieren Sie Reis und cremig gerührten Ziegenfrischkäse dazu.
Und auch der Nachtisch macht keine Arbeit: Die süßesten Erdbeeren des Sommers sind jetzt günstig zu haben. Zudem gibt es nun Stachelbeeren. Beide Früchte passen übrigens prima zu Pikantem: Probieren Sie Erdbeeren in einem herben Salat wie Rauke oder Frisée mit Rindfleischstreifen. In manchen Regionen Deutschlands serviert die Köchin zum Kalbsbraten eine süß-saure Sauce aus Stachelbeeren.
Ruth Hoffmann