Ratgeber Sexualität

Aller Anfang ist aufregend

Schmerzen beim ersten Mal

Vielleicht läuft das erste Mal nicht perfekt. Viele Jungs kommen zu früh. Es kann auch passieren, dass der Penis im entscheidenden Moment wieder weich wird, oder das Hineingleiten in die Scheide nicht sofort klappen will. Das ist völlig normal und kommt bei sehr vielen Jugendlichen vor.

Dass das erste Mal immer weh tut, ist ein Mythos. Es gibt so viele unterschiedliche Erfahrungen wie es Menschen gibt, die miteinander schlafen. Aber es stimmt, dass es ein bisschen schmerzen kann. Meist liegt das am Jungfernhäutchen, das beim Sex reißt. Der dünne ring- oder halbmondförmige Hautlappen umgibt den Eingang der Scheide, verschließt ihn aber nicht. Eventuell blutet es etwas, wenn das Jungfernhäutchen reißt. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Für den Körper ist das lediglich eine kleine Wunde, wie eine Hautabschürfung, die schnell wieder heilt. Bei manchen Mädchen ist das Jungfernhäutchen schon gerissen, bevor sie mit einem Jungen geschlafen haben, das passiert zum Beispiel beim Sport.

Während sich ein Pärchen zärtlich streichelt und küsst, richtet sich der Penis des Jungen auf und wird dick und hart. Der Scheide des Mädchens wird feucht, und der Penis kann nun in sie hineingleiten. Wenn das Mädchen sehr ängstlich ist oder sich nicht bereit fühlt, verspannt sich vielleicht die Muskulatur in der Scheide. Und obwohl sie normalerweise sehr elastisch ist, kann es sich dann anfühlen, als wäre sie zu eng für den Penis. Vielleicht wird die Scheide auch nicht richtig feucht. Dann kann es beim Sex etwas wehtun, weil der Penis nicht so gut gleitet.

In dem Fall kann es besser sein, sich vielleicht nur zu streicheln, den Körper des anderen durch Küssen und Berühren kennenzulernen. Auch das kann wunderschön sein und schafft Vertrauen. Ist das Mädchen erregt, aber dennoch nicht richtig feucht, kann wasserlösliches Gleitmittel helfen, das Eindringen zu erleichtern.

Viele Mädchen bekommen vom Geschlechtsverkehr allein keinen Orgasmus, da die Klitoris - auch Kitzler genannt - dabei selten so stimuliert wird, dass die Erregung groß genug ist. Damit auch sie einen Höhepunkt erlebt, kann es helfen, den Kitzler zusätzlich zu streicheln.

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