Startseite

Stern Logo Ratgeber Haut - Therapie

Mittel gegen Millionen

Millionen von Mikroben tummeln sich auf unserer Haut. Meist richten sie keinen Schaden an. Falls doch, helfen Keimkiller: Antibiotika machen Bakterien den Garaus.

  Keimkiller in Tablettenform: Antibiotika

Keimkiller in Tablettenform: Antibiotika

Bakterien auf der Haut sind nicht ungewöhnlich. Millionen von Mikroben besiedeln unsere Körperhülle. Ist die Haut gesund, können die Keime keinen Schaden anrichten. Erst wenn die Haut entzündet ist oder verwundet, dringen die Erreger in tiefere Schichten vor - dort können sie dem Körper gefährlich werden.

Antibiotika töten Bakterien ab. Deshalb werden die Wirkstoffe Salben, Cremes, Lotionen oder Gelen beigemischt. Antibiotika in Tablettenform verschreiben Ärzte meist nicht bei Hautkrankheiten. Nur bei tiefliegenden Entzündungen oder in schweren Fällen wird der Dermatologe Ihnen Antibiotika zum Einnehmen empfehlen.

Salben mit Antibiotika wählt die Hautärztin für Sie aus, wenn Sie eine Wunde haben, die mit Bakterien besiedelt ist. Oder wenn Sie unter Ekzemen leiden, die mit Bakterien infiziert sind. Auch bei stark entzündeten Aknepusteln können Cremes mit den Bakterienkillern helfen.

Wirken die Medikamente nicht, sind die Mikroben vielleicht schon gegen die Substanz immun geworden. So sind zum Beispiel rund 80 Prozent der Staphylokokken resistent gegen das Antibiotikum Penizillin. Sollte sich ein resistenter Bakterienstamm bei Ihnen eingenistet haben, kann ein Hautarzt eine Kultur anlegen: Er züchtet Ihre Keime im warmen Brutschrank, um anschließend in der Laborschale zu testen, welches Antibiotikum bei Ihren Erregern noch wirkt.

Maren Wernecke

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools