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Farbspritze kann Allergien auslösen

Tattoos entfernen

Nun kann es ja durchaus passieren, dass das grüngelbe Unterseeboot, das der damalige Liebste so toll fand, sechs Jahre später nur noch albern wirkt. Oder dass plötzlich alle mit ornamental verziertem Rücken durch die Gegend rennen und Sie gern mal wieder etwas individueller auftreten würden.

Im Prinzip ist es möglich, Körperkunst loszuwerden. Bis vor ein paar Jahren war das allerdings noch eine ziemlich rabiate Prozedur: Ärzte schnitten missliebige Tattoos einfach großflächig heraus oder schliffen bemalte Hautstellen regelrecht runter. Beides hinterließ hässliche Narben.

Mittlerweile geht's auch sanfter, dem Laser sei Dank. Wobei leider gilt: Je professioneller eine Tätowierung gemacht wurde, desto schwieriger lässt sie sich entfernen. Bis zu zehn Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen sind fällig. Mit jeder Sitzung verblasst das Motiv ein bisschen mehr, denn die eingeschlossenen Farbpigmente werden durch den Laser so stark erhitzt, dass sie zerbersten. Fresszellen der körpereigenen Immunabwehr verschlingen die Farbreste.

Rückstandslos und schmerzfrei soll das lästige Motiv auf diese Weise verschwinden, versprechen zumindest Hautkliniken, die sich auf Tattoo-Entfernung spezialisiert haben. Viele Dermatologen bleiben aber skeptisch. Nach wie vor gilt: Wer sich von seiner Körperkunst trennen will, muss Narben oder Pigmentveränderungen in Kauf nehmen. Auch gesundheitlich ist das Verfahren nicht ohne Risiko, denn die energiereichen Impulse des Lasers spalten vermutlich die ohnehin bedenklichen Azofarbstoffe in krebserregende Amine.

Weniger kunstvoll und auf jeden Fall unerwünscht sind jene unfreiwilligen Tattoos, die bei Unfällen entstehen können. Wenn Sie stürzen, graben sich womöglich winzige Asphaltsplitter ins Knie. Und beim unvorsichtigen Böllern kann sich das Pulver der Rakete fein gesiebt in die Haut sprengen. Das sieht dann aus wie schwarze Sommersprossen. Ärzte nennen dieses Phänomen Schmutztätowierung.

Heilt die Haut nach dem Vorfall, kapseln Fresszellen die fremden Teilchen wie beim normalen Tattoo ein. Dann lassen sie sich nur noch schwer entfernen. Gehen Sie daher möglichst schnell zum Arzt. Der bürstet oberflächliche Teilchen aus und entfernt tiefer liegende mit Pinzette, Nadel oder einer kleinen Stanze. In schwereren Fällen zertrümmert er die Eindringlinge mit dem Laser. Das Verfahren funktioniert hier viel besser als bei einer echten Tätowierung, denn die Partikel stecken längst nicht so tief in der Haut.

Seite 1: Farbspritze kann Allergien auslösen
Seite 2: Risiken und Recht
Seite 3: Tattoos entfernen
Seite 4: Permanent Make-up
 
 
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