Nie mehr zu Eyeliner und Lippenstift greifen - und trotzdem stets gut geschminkt aussehen: klingt erst mal toll! Immer öfter bieten Studios und Kosmetiksalons daher Schminktätowierungen an, so genanntes Permanent Make-up, das sich nicht abwischen lässt. Tätowierer und Kosmetikerinnen röten dauerhaft Lippen, ziehen Lid- und Augenbrauenstriche, die ein Leben lang halten. Nachteil: Wer sich für Permanent Make-up entscheidet, sieht immer gleich aus. Und die verwendeten Farben sind die üblichen Tätowierungs-Mittel. Damit gilt für Schminktattoos gilt dasselbe wie für normale: Sie können Allergie auslösende Schwermetalle und Krebs erregende Azofarbstoffe enthalten.
Kurzfristiger aufhübschen kann man sich mit Tattoos aus Henna, die leicht auf die Haut gepinselt werden. Sie sind nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern sollen nur ein paar Wochen lang schmücken. Ganz so harmlos wie viele glauben, sind die rotbraunen Malereien, die oft in Urlaubsländern angeboten werden, aber nicht: Dem Henna-Pulver wird oft Para-Phenylendiamin, kurz PPD, zugesetzt. Dieser Stoff kann in größeren Mengen auf der Haut Kontaktallergien auslösen und ist in Europa für Henna-Tattoos daher verboten.
Ideal für alle, die sich nicht festlegen wollen, ist angeblich das sogenannte Bio-Tattoo. Offenbar werden die Farbpigmente dabei nur in die oberste Hautschicht, die Epidermis, eingearbeitet. Und die erneuert sich ständig. Nach zwei bis sieben Jahren soll das Motiv daher verschwunden sein, werben einige Studios. Mediziner und seriöse Profis raten allerdings ab. Alles Schwindel mit dem Bio-Tattoo, heißt es. Begründung: Zum einen ist es höchst unwahrscheinlich, dass der Tätowierer tatsächlich nur in die millimeterdicke obere Hautschicht nadelt - ohne dabei auch die tiefer liegende Dermis zu treffen. Zum anderen halten Tattoos, die wie durch ein Wunder wirklich ausschließlich in der oberen Hautschicht landen, gerade mal vier Wochen. So lange brauchen die Hautzellen nämlich, um sich zu erneuern. Alles was länger halten soll, muss tiefer sitzen und ist damit auch weiterhin mehr oder weniger was fürs Leben