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Verhütungsmittel gegen Viren

Viren vermehren sich schnell - ihre Brut besiedelt den gesamten Körper. Virustatika können diese Vervielfältigung unterbinden - die Medikamente helfen bei Lippenherpes, Windpocken und Gürtelrose.

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Tabletten mit Anti-Viren-Mittel helfen bei Lippenherpes.© Ale Ventura/Colourbox.com

Wer mit Arzneimitteln gegen Viren vorgehen will, muss vor allem eines sein: fix. Denn die Erreger vermehren sich rasend schnell und verbreiten ihre Brut rasch über den gesamten Körper. Je früher die Viren daran gehindert werden, umso leichter kann das Immunsystem die Krankheit bekämpfen.

Virustatika sind Wirkstoffe gegen Viren: Sie hindern die kleinen Keime daran, sich zu vermehren. Solche Substanzen kann der Hautarzt immer dann verschreiben, wenn eine Krankheit auf Viren zurückzuführen ist, zum Beispiel bei Lippenherpes, Windpocken oder Gürtelrose. Aber auch bei schwerer Neurodermitis oder ausgedehnten Ekzemen, die mit Viren infiziert sind, kann der Dermatologe die Viren-Hemmer empfehlen.

Virustatika gibt es als Cremes und als Mundspülungen. In schweren Fällen verschreibt die Hautärztin Tabletten oder gibt Ihnen Spritzen mit dem Mittel. Eine solche Therapie dauert in der Regel fünf Tage.

Expertenmeinung Thomas Diepgen, ärztlicher Direktor der Abteilung klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie des Universitätsklinikums Heidelberg:

Virustatika sind zur Therapie von akuten Herpes-Infektionen durchaus sinnvoll. Bei Lippenherpes zum Beispiel verschwinden die Symptome schneller, und die Bläschen blühen erst gar nicht richtig auf. Dies gilt allerdings nur, wenn Sie das Mittel gleich am Anfang des Bläschen-Stadiums auftragen, also beim ersten Jucken und Brennen.

Auch Windpocken und Gürtelrose heilen schneller und verursachen weniger Schmerzen, wenn man rechtzeitig Virustatika einnimmt. Gegen den häufig eingesetzten Wirkstoff Aciclovir bestehen keine Bedenken.

Maren Wernecke
 
 
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