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Das Schreddern nahm kein Ende

Soll hier etwas vertuscht werden? Beim Verfassungsschutz wurden bis in den Sommer hinein Akten von NSU-Helfern und Unterlagen zu Anwerbeversuchen geschreddert.

Von Lena Kampf und Oliver Schröm

  Bergeweise wurden Akten aus dem Bereich Rechtsextremismus nach der Enttarnung der Zwickauer Terrorzelle vernichtet. "Alles Routine" heißt es in einem Bericht.

Bergeweise wurden Akten aus dem Bereich Rechtsextremismus nach der Enttarnung der Zwickauer Terrorzelle vernichtet. "Alles Routine" heißt es in einem Bericht.

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Lena Kampf und

Beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wanderten Personalakten von 94 Neonazis in den Reißwolf. Darunter waren nach Informationen von stern.de Akten von drei Personen mit NSU-Bezug: Juliane W., Thomas S. und Hermann S. Alle drei stammen aus dem engeren Unterstützerumfeld des Terrortrios: Thomas S. war ihr Sprengstofflieferant, Zschäpe-Liebhaber und V-Mann des Berliner Landeskriminalamtes (LKA). Juliane W. soll nach dem Untertauchen des Trios noch direkten Kontakt zu Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gehabt haben. Und über das Computerspielegeschäft in Zwickau, in dem Hermann S. als Geschäftsführer arbeitete, soll das Trio nach Erkenntnissen des BfV zumindest einen Teil seiner Waffen bezogen haben. Das geht aus Ermittlungsakten hervor, die stern.de vorliegen. Gegen Thomas S. und Hermann S. ermittelt der Generalbundesanwalt.

Dem BfV war das breite Unterstützergeflecht des Trios längst bekannt - dennoch wurde noch bis zu acht Monate nach Auffliegen der NSU–Terroristen weitergeschreddert. Auch die Vorgänge, die angeblich keinen NSU-Bezug aufweisen, sind brisant: Achim S. zum Beispiel, einer der Gründer des Ku-Kux-Klans und V-Mann des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, wie verschiedene Regionalmedien übereinstimmend melden. Nach Informationen von stern. de handelt es sich dabei um umfassende Abhörmaßnahmen.

Akten vom Anwerben

Außerdem geschreddert wurden 137 weitere Akten über Anwerbeversuche des Bundesamts aus den Jahren 1993 und 1994. Und auch acht Sachakten, die nicht mehr rekonstruiert werden können. Niemand weiß, welche Vorgänge sich dahinter verbergen. Die Frage drängt sich auf: Soll hier etwas vertuscht werden?

Eine Liste der zusätzlichen Schredderaktionen war gestern durch den Bericht des Sonderbeauftragten Hans-Georg Engelke öffentlich geworden. Morgen werden sowohl Engelke als auch BMI-Staatssekretär Fritsche vom Untersuchungsausschuss im Bundestag vernommen.

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