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Unter anderen Umständen lässt die Pein nach

Migräne in der Schwangerschaft

Migränegeplagte Frauen, die schwanger sind, können in doppelter Hinsicht guter Hoffnung sein: Bei vielen von ihnen verschwindet der quälende Schmerz. Über die Ursachen rätseln Forscher noch.

Expertenrat

Unser Kopfschmerz-Experte Professor Hartmut Göbel aus Kiel beantwortet Ihre Fragen

Muss ich mit Komplikationen in der Schwangerschaft rechnen, wenn ich Migräne habe?

Grundsätzlich ist weder die Schwangerschaft noch das Baby oder der Geburtsvorgang durch Migräne-Anfälle in der Schwangerschaft gefährdet. Diese Anfälle treten ja ohnehin in dieser Zeit seltener auf.
Medikamente sollten aber dennoch nur im Notfall genommen werden: möglichst nur, wenn die Attacken schwer sind und häufig vorkommen und mit Erbrechen und damit mit einem Flüssigkeitsverlust einhergehen. Und wenn sie im zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft auftreten - und auch dann nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Lassen sich Migräneattacken verhindern, wenn man nach der Geburt stillt?

Mehr als zwei Drittel aller Frauen, die vor einer Schwangerschaft unter Migräne litten, bleiben in der Schwangerschaft verschont oder haben nur milde Attacken. Leider ist dieser Zustand nach der Geburt oft nicht von Dauer. Auch wenn das Stillen die erste Migräne-Attacke bei einigen Wöchnerinnen noch ein paar Tage herauszögern mag, geht es meist schon in den ersten Wochen nach der Geburt wieder los.
Grundsätzlich schützt das Stillen trotz eines noch erhöhten Östrogenspiegels also nicht vor erneuten Kopfschmerzen. Vermutlich liegt das daran, dass das Stillen ähnlich wie die Regelblutung dem Körper einen enormen Stress bereitet. Der Energie-Stoffwechsel im Gehirn wird gestört, es kommt zu Entzündungen und zur Attacke.

Was soll man tun, wenn man wie üblich vorbeugende Medikamente gegen Migräne genommen hat und überraschend feststellt, dass man schwanger ist?

Wenn eine Frau mit Kinderwunsch unter schwerer Migräne leidet und dagegen täglich Arzneimittel einnimmt, sollte sie sich vorher mit ihrem behandelnden Arzt beraten haben, welche dieser Medikamente für eine mögliche Schwangerschaft schädlich sein können. Ebenso sollten sich Frauen, die sich nicht unmittelbar ein Baby wünschen, aber potentiell schwanger werden könnten, um eine sichere Verhütung kümmern, wenn sie Migräne-Medikamente nehmen.
Ist es bereits zu einer Schwangerschaft gekommen, ist das ärztliche Gespräch umgehend nachzuholen. Außerdem sollte die Betroffene bis dahin alle Medikamente absetzen.




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