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26. April 2010, 21:20 Uhr

Wenn harte Mädchen weich werden

Sie schlagen, schießen und treten genauso zielgenau wie ihre männlichen Kollegen. Doch laut einer aktuellen US-Studie haben weibliche Kino-Actionhelden eine Achillesferse, die sie verwundbar macht. Von Sophie Albers

Angelina Jolie, Charlize Theron, Jessica Alba, Superheldinnen, Kick Ass, Kick-Ass, Matrix

Darf nicht ungestraft böse sein: Michelle Pfeiffer als Catwoman in "Batmans Rückkehr"© Picture Alliance

Das ist ein herber Rückschlag. Laut einer wissenschaftlichen Studie aus den USA sind Actionheldinnen der Leinwand wie Lara Croft, Trinity oder auch Sarah Connor nicht das, wofür Frauen sie bisher gehalten haben.

Nicht nur, dass die Schauspielerinnen natürlich - wie alle anderen Frauen auch - weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Katy Gilpatric von der sozialwissenschaftlichen Abteilung der Kaplan University in Davenport hat herausgefunden, dass nicht einmal in Fantasiewelten Gleichberechtigung herrscht. Auch wenn es uns immer wieder erzählt wird.

Egal wie brutal und heldenhaft die mal mehr und mal weniger flächendeckend kostümierten Frauen auch kämpfen, der weibliche Actionheld sei dem männlichen immer wieder untergeordnet und letztlich von dessen Stärke abhängig, lautet das Ergebnis der Studie. Die Heldinnen würden nicht mit den traditionellen Geschlechterrollen brechen, sondern sie ganz im Gegenteil auch noch unterstützen.

Kuschen und kuscheln

112 Actionfilme aus den vergangenen 20 Jahren hat Gilpatric sich angesehen und immer wieder gefunden, dass selbst die härteste Heroin weich wird, wenn es ums Herz geht. Und tatsächlich: Ob die fast schwerelos kickende Trinity in "Matrix", die schlagkräftige Truppe der "Drei Engel für Charlie" oder die Sci-Fi-Killerin Aeon Flux, sie alle kuschen und kuscheln, sobald der richtige Mann auf der Bildfläche erscheint. Das derzeit zuweilen als neue starke Heldin gefeierte Hit Girl aus "Kick-Ass" ist sogar noch schlimmer: Das killende Kind ist genau genoemmen nichts weiter als eine Sklavin der Rachegelüste ihres Vaters.

Knapp 60 Prozent der weiblichen Actionheldinnen würden sich dem männlichen Star des Films unterordnen, so die blanken Zahlen. 42 Prozent wären zudem mit dem Helden romantisch involviert. Und wer kann denn bitte mit rosa Brille noch gerade schießen.

Der Grund für die weiche Frau in der harten Schale ist natürlich ganz einfach: Das Zielpublikum für Actionfilme sind immer noch junge Männer. Und wer möchte schon Geld dafür zahlen, in den Hintern getreten zu werden.

Mehr zum Thema Actionfilme finden Sie auch bei unserem Partner cinema.de

Von Sophie Albers
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
TK123 (27.04.2010, 11:27 Uhr)
@ tepes
danke...
botoxia (27.04.2010, 09:58 Uhr)
Nur für junge Männer
wurde die Actionheldin überhaupt erst erfunden. Wegen des reizvollen Doppels - Action plus Titten, halt nicht nur öde Action.
Roll-Mobs (27.04.2010, 07:52 Uhr)
Die Pinkeln ja auch nicht im Stehen!!!
OK,wir Männer sollten endlich bei der Geburt unserer Liebesfrucht auch ein "wehenauslösendes Mittel" bekommen, wo wir dann, während Wurfmutti sich nen Kaiserschnitt gönnt, am Boden mit Krämpfen windend um die Lumbalnarkose betteln und echtes Pressing erfahren dürfen! Wochen danach dann ne Fixe ,die uns Männlein die Brust verhärtet-tja,mann hätte halt genauer und mit mehr Zeit "abstillen" müssen weiss die Liebe des Lebens mahnend zu belehren! Das es dazu natürlich auch Studien gibt, die Beweisen, dass, je mehr Schmerzen Papi im Geburtssaal mitgetragen hat, desto besser für die Entwicklung des Kindes, ist ja klar. Aber was solls, der männl. Trieb wird ,seien die Umstände nach dessen AUSleben noch so Bitter, den Weg zum Ziel finden! Und mit diesen Nieten des männl. Geschlechtes kann man einfach keinen Druck auf das Fehlverhalten dieser Weiber machen-das ist ein herber Rückschlag! ;)
tepes (27.04.2010, 06:42 Uhr)
wie viel Geld kann man eigentlich
mit solche dämmlichen Studie verdienen???Vorallem scheint es egal zu sein, wie man zu den Ergebnis kommt. Andere Frage, in wieviel "Frauenfilme = Lovestory" wird der Mann als typischer Macho hingestellt?! Die Filmemacher zeigen natürlich das, was die Zielgruppe (Actionfilm bekanntlich mehr männliche Zuschauer, Romantik bekanntlich mehr weibliche Zuschauer)wollen, ist das jetzt verwerflich, wenn man inder Fantasie nicht Alice Schwarzer´s Weltbild entspricht?
Die Frauen sollten sich doch freuen, dass sie Frauen sind und im durchschnitt andere Stärken haben als die Männer....Nix gegen Gleichberechtigung (bin für "richtige" Gleichberechtigung!!), aber nicht alles ist an der typischen Rollenverteilung schlecht!! Die Natur hat uns absichtlich unterschiedlich gemacht.Warum jetzt so verhemmt dagegen ankämpfen? Müssen Frauen stählernde Männer mimen/nachahmen? Was ist so schlimm an z.B. der fürsorglichen Mutter, die Alles für ihr Kind gibt? Ist sie dadurch automatisch schlechter als Superman?? Wer ist jetzt der größere Held/in?
Was mich aber aufregt, ist diese halbherzige Gleichberechtigungsbestreben mancher Damen, selbst immer von Benachteiligung reden, egal wo, immer eine benachteiligung aufdecken, aber anderseits nix gegen die Benachteiligung der Männer machen (Wehrdienst, Erziehungsrecht usw...), warum hat sich keiner der Feministen dafür starkgemacht, als sie z.B. unbedingt der Armee beitreten wollten....????Was ist daran "Gleich", wenn Frau sich aussuchen darf, junge Männer aber entweder Zivi oder Soldat sein solln?
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