22. März 2013, 07:36 Uhr

Eiertanz und tote Hosen

Helene Fischer schwebte von der Decke, Carla Bruni strahlte und Campino war den Tränen nah. Der Echo wäre geschafft.

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Seit Jahren ist es das Gleiche: Der Echo tritt an, der deutsche Grammy zu werden, und dann wird es eine Quälerei. Die fing diesmal sogar schon vorher an, als die Band Frei.Wild wegen Rechtslastigkeit ausgeschlossen wurde, nachdem Mia und Kraftklub drohten, nicht zum Echo zu kommen, sollten die kurzhaarigen Tiroler auftreten. Die verlagerten ihren Fanevent kurzerhand nach draußen. Mia und Kraftclub wurden dafür als Nominierte nicht einmal erwähnt, als Unheilig in ihrer Kategorie "Gruppe/Rock/Alternative/ National" gewann. Doch das Ausblenden machte die ganze Angelegenheit nur noch sichtbarer. Es war also kein wirklich schöner Moment für den Grafen, eher ein bisschen peinlich.

Das alles konnte passieren, weil der Echo sich rühmt, das neutrale Abbild des deutschen Musikmarktes zu sein: Wer verkauft, gewinnt. Und Frei.Wild haben im vergangenen Jahr verdammt viel verkauft.

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