Glööckler wehrt sich gegen Kokain-Vorwurf

1. Juli 2013, 15:20 Uhr

Der Modemacher Harald Glööckler legt sich mit der "Bild"-Zeitung an. Er habe nie mit der Droge Kokain zu tun gehabt, sagt er auf einer Pressekonferenz. Ein entsprechender Bericht sei eine Verleumdung.

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Harald Glööckler , Drogen, Kokain, Mode, Modedesigner

Harald Glööckler berief eine Pressekonferenz ein, um zu dem Bericht Stellung zu nehmen.©

Der Berliner Modemacher Harald Glööckler setzt sich vehement gegen den Verdacht des Kokain-Konsums zur Wehr. "Ich habe in meinem Leben weder Koks berührt noch Kokain konsumiert noch Kokain gekauft noch Kokain verkauft", sagte der 48-Jährige auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Montag in Berlin.

"Ich habe das Gefühl, dass ich das Sommerloch füllen muss", setzte der Designer hinzu. Glööckler, der im schneeweißen Anzug auftrat, sagte, er sehe sich gezwungen, eine Stellungnahme abzugeben. Fragen wollte er aber nicht beantworten.

Der schrille Modemacher reagierte auf einen Bericht in der "Bild"-Zeitung vom selben Tag. Das Blatt schrieb von laufenden Ermittlungen gegen den Designer. Glööckler sieht sich verleumdet, ließ er über seine Anwälte mitteilen. Er werde vehement gegen die Behauptungen vorgehen.

Staatsanwaltschaft sagt nichts zu Glööckler

Die Berliner Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Sprecher Martin Steltner sagte aber, dass wegen möglichen illegalen Kokain-Konsums gegen rund 60 Verdächtige Ermittlungen eingeleitet worden seien. "Mir ist aber nicht bekannt, dass Prominente Gegenstand von Ermittlungen sind", so Steltner. Ein Teil dieser Verfahren sei bereits eingestellt worden.

Nach Angaben von Gerichtssprecher Tobias Kaehne wurden Ende Mai zwei Berliner Drogendealer verurteilt, die illegal an eine Vielzahl von Personen Drogen verkauft haben sollen. "Das Urteil sagt aber nicht, dass in der Anklage genannte Personen tatsächlich Abnehmer waren", betonte der Sprecher. Die Namen könnten auch falsch sein. Zunächst gelte die Unschuldsvermutung. In dem Prozess wurde seinen Angaben zufolge weder über die Abnehmer der Drogen gesprochen noch wurden dazu Zeugen gehört.

Nach dem Betäubungsmittelgesetz sind der Anbau, Schmuggel, Handel und Besitz von Drogen strafbar. Dazu zählen Marihuana, Haschisch, Kokain, Heroin und Amphetamine.

anb/DPA
 
 
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