11. September 2012, 08:29 Uhr

Brad Pitt springt für Obama und die Homo-Ehe in die Bresche

Hollywood-Superstar Brad Pitt bekennt sich zu Barack Obama und der gleichgeschlechtlichen Ehe. Seine Mutter sieht das allerdings ganz anders. Von Frank Siering, Los Angeles

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Der Wahlkampf in den USA macht vor Hollywood nicht halt. Brad Pitt stellt sich klar auf die Seite Barack Obamas.©

Auch in Hollywood hat die Politik dieser Tage Hochsaison. Jetzt hat sich auch Brad Pitt eingemischt. Der Tageszeitung "The Telegraph" sagte der Star, er unterstütze Barack Obama und die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Paaren.

"Ja, ich stehe hinter Obama und seiner Kampagne zur Wiederwahl", wird der 48-jährige Superstar in dem Blatt zitiert. Zur Homo-Ehe sagte Pitt: "Die gleichgeschlechtliche Ehe ist unvermeidlich. Die nächste Generation versteht das bereits." - Und weiter: "Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis es zur Realität wird." Pitt arbeitet gerade in London, hier promotet er seinen neuen Film "Killing Them Softly".

Kinderwünsche schlagen "Brangelinas" Idealismus

Pitt und seine Verlobte Angelina Jolie hatten sich schon in der Vergangenheit für die Ehe zwischen zwei Männern oder zwei Frauen ausgesprochen. Das Paar ging sogar so weit und teilte der Presse einst mit, dass es erst dann heiraten werde, wenn "überall in Amerika Männer und Frauen ihre Ehepartner frei auswählen dürfen".

Es waren die Kinder von "Brangelina", die sie von diesem Versprechen abgebracht hatten. Die sechs Kids hatten sich gewünscht, dass Mama und Papa doch endlich heiraten sollen. Pitt zum Wunsch der Kinder: "Da haben wir dem Druck dann doch irgendwann nachgegeben."

Das politisch gespaltene Pitt-Lager

Pitts progressive politische Einstellung wird von vielen Hollywood-Kollegen wie zum Beispiel George Clooney, Susan Sarandon, Sean Penn und auch Leonardo DiCaprio geteilt. Innerhalb des eigenen Familienclans allerdings gibt es durchaus auch andere Meinungen.

So teilt Pitts Mutter Jane keineswegs die Meinung ihres Sohnes. Im Gegenteil: Sie sorgte mit einem Brief an den "Missouri Springfield News-Leader", dem Lokalblatt der Familie Pitt, unlängst für große Aufregung, weil sie darin zum Ausdruck brachte, dass Barack Obama "das Morden ungeborener Babys und die Homo-Ehe gutheiße".

Angeblich habe sich die Pitt-Familie darauf geeinigt, bei Familien-Festlichkeiten die Themen Religion und Politik auszuschließen, um die gemeinsame Zeit miteinander auch "richtig genießen zu können". Das nächste Weihnachtsfest allerdings dürfte schon eine gewisse Spannung ins politisch so gespaltene Pitt-Lager bringen. Zu diesem Zeitpunkt nämlich steht fest, ob Obama oder Mitt Romney das Land die nächsten vier Jahre regieren wird.

Von Frank Siering, Los Angeles
 
 
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