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20. September 2009, 16:05 Uhr

"Ich ahnte, dass er richtig harte Sachen spritzen ließ"

Viele machen ihn für das traurige Schicksal von Michael Jackson verantwortlich: Joseph Jackson, umstrittener Patriarch des Jackson-Clans, prügelte seine Kinder zum Erfolg. In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" offenbart er, dass er seinen Sohn hätte retten können.

Zoom
Joseph Jackson, Joe Jackson, Interview, Michael Jackson, Schmerzmittel

Ahnte, in welchem Drogensumpf sein Sohn steckte: Joe Jackson, Vater von Michael Jackson© Tom Maelsa/DDP

Es ist das bittere Eingeständnis einer gescheiterten Vater-Sohn-Beziehung: Der "Bild am Sonntag" sagte Joseph "Joe" Jackson, dass er wusste, dass sein Sohn seit dem Unfall bei einem Werbespot-Dreh vor 25 Jahren starke Schmerzmittel nahm. Er habe sogar geahnt, dass Michael sich "richtig harte Sachen" spritzen ließ. "Prince, sein ältester Sohn, erzählte mir am Telefon, dass Michael in beiden Ellenbogenkehlen Einstiche habe", sagte der Patron des Jackson-Clans.

Der "King of Pop" starb am 25. Juni wenige Tage vor Beginn seiner Comeback-Tour an Herzversagen aufgrund einer Vergiftung mit dem Narkosemittel Propofol und gilt als Opfer eines Tötungsdelikts. Überrascht wäre er von dem Tod nicht gewesen, sagte der 81-jährige Joe Jackson. In den letzten Wochen sei er nicht mehr in das Haus seines Sohnes vorgelassen worden. Deswegen habe er die Polizei verständigt. "Ich war schon soweit, dass ich dachte: Jetzt nach Hause, hol meine Knarren und schieß mir den Weg zu Michael frei." Über die schlechte körperliche Verfassung wusste der Vater also Bescheid, als er in seiner Funktion als Manager das Comeback seines Sohnes in London plante. Es wäre aber von Anfang an klar gewesen, dass Michael Jackson von den 50 geplanten Konzerten nur zehn absolvieren würde. "Er hat mir erzählt, er habe den totalen Horror vor den Londoner Shows, der Druck mache ihn fertig, er sei da reingeritten worden", so Joe Jackson.

Immer wieder wurde der Clan-Patron, der als eiskalter Geschäftsmann gilt, öffentlich wegen seiner Erziehungsmethoden gerügt, unter denen besonders Michael litt. Prügel habe es gegeben, räumt Joe Jackson ein, doch Misshandlungen wies er ausdrücklich von sich. "Ich habe die Jungs hart rangenommen, versprach ihnen aber auch: Ich mache aus euch die größten Stars der Welt".

70 Tage nach seinem Tod wurde Michael Jackson auf der berühmtesten Grabstätte von Los Angeles, dem Forest Lawn Memorial Park, beigesetzt. Den Anblick des toten Leichnams seines Sohnes hat Joe Jackson vermieden. "Ich kann und will Menschen, die ich kannte und mochte, nicht im Sarg liegen sehen."

kbu
KOMMENTARE (7 von 7)
 
MollyGrue (22.09.2009, 11:12 Uhr)
soso
interessant, dass Sie in Ihrem Artikel Prügel NICHT als Misshandlung werten. Lange hat es in Deutschland gebraucht, um sich allerdings nur vom Gesetzgeber her auf einen Schutz der Kinder vor elterlicher Gewalt durchzuringen, aber immerhin:

§ 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge
(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.
(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
(3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen.

Vielleicht sollte sich der STERN das für weitere Berichterstattung merken.

Ansonsten ist zu dem Herrn Jackson sen. nichts mehr zu sagen. Hier liegt die Ursache allen Übels, und der Mann sollte nicht überall mit offenen Armen empfangen werden, sondern man sollte ihm mal eine faule Kartoffel an den Kopf werfen, vielleicht kommt da in der Region was zustande, im Herzen sowieso nicht, der Zug ist abgefahren.
dido09 (22.09.2009, 10:56 Uhr)
Verlogene Familie
Wenn einer aus dieser Familie spricht - ist es gelogen. Schade um die Kinder, die sich MJ gekauft hatte, dass sie in diesem Umfeld auwachsen müssen.
neyzen (21.09.2009, 15:02 Uhr)
Ich....
sag nur dieser Mann ist Geldgeil.So geil das er seine Kinder dafür benutzt hat.
Warum nahm den Michael diese harten sachen?Nur wegen dir du gewissenloser Vater.Nein Vater will ich nicht sagen, ein Vater würde soetwas nicht tuen.
Er ist schuld das Michael starb, nur er alleine.
Michael war der Beste, er war der King, und dieser Mann hat ihn von uns genommen,der müsste hinter Gittern kommen, und sein ganzes Geld den ärmeren Kindern schenken, die Michael so sehr gemocht hatte...
ganzbaf (21.09.2009, 12:37 Uhr)
Prügel gab es schon...

aber "mißhandelt" habe ich ihn nicht...
??
;-Pp
mighty_bender (20.09.2009, 14:47 Uhr)
Mal so als Vater...
Wenn ich weiß, dass es meinem Kind schlecht geht, verplane ich es nicht für Zirkusshows. Wenn ich höre, dass es meinem Kind schlecht geht, bin ich in nullkommanix zur Stelle. Und wenn mich jemand daran hindern will, hat derjenige wenig Spaß... Was will der Mann uns da eigentlich erzählen?
arniston (20.09.2009, 13:31 Uhr)
gehts noch weiter ?
,,Ich ahnte, dass er richtig harte Sachen spritzen ließ, bevor ihm die Nase abfiel,,.
ist ja schon gut , es reicht einfach.
Xennia (20.09.2009, 11:54 Uhr)
gewissenlos
Dieser Mann scheint kein Gewissen zu haben. Statt sich nach den Anschuldigungen gegen ihn zurück zu ziehen, missbraucht er noch einmal die Prominenz seines Sohnes, um sich in der Öffentlichkeit wichtig zu tun. Für mich ist er eindeutig der Hauptverantwortliche für den frühen Tod seines Sohnes.
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