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14. Juni 2009, 15:17 Uhr

Bye bye, David Carradine

Hunderte Menschen haben auf einer Trauerfeier von dem in Thailand unter noch ungeklärten Umständen gestorbenen US-Schauspieler David Carradine Abschied genommen. Neben Familienangehörigen und Freunden kamen auch viele Hollywoodstars wie Tom Selleck, Lucy Liu und Jane Seymour

David Carradine, Begräbnis

Auch Lucy Liu gehörte zu den Trauergästen. Sie hatte mit Carradine in "Kill Bill 1+2" gespielt© Matt Sayles/AP

Hunderte Angehörige und Freunde, darunter Stars wie Tom Selleck, Jane Seymour, Daryl Hannah und Lucy Liu, haben von David Carradine Abschied genommen. Der 72-jährige Schauspieler, der Anfang Juni erhängt im Schrank eines Luxushotels in Bangkok gefunden worden war, ist auf einem Friedhof in Los Angeles beigesetzt worden. "Es war sehr berührend, aber auch fröhlich", sagte Carradines älterer Bruder Bruce der US-Zeitschrift "People" über die Trauerzeremonie. Der Leichenwagen wurde von Motorradfahrern der Hells Angels eskortiert. Das Magazin beschrieb eine bunte Szene, mit Gästen in Cowboyboots, Schottenrock und Indianerschmuck.

Die Todesursache ist noch ungeklärt. Nach dem Befund einer unabhängigen Autopsie, die von Carradines Familie in Auftrag gegeben wurde, hat der aus der TV-Serie "Kung Fu" bekannte Star keinen Selbstmord begangen. Der New Yorker Pathologe Michael Baden erklärte am Donnerstag, dass er noch weitere Informationen aus Thailand brauche, um die genaue Todesursache festzustellen. Selbstmord schließe er derzeit aber aus.

Carradines Familie hatte sich wegen der widersprüchlichen Berichte zur Todesursache an die US-Bundespolizei FBI gewandt und um Aufklärung gebeten. Die thailändischen Behörden lehnten aber eine Einschaltung des FBI ab. Spekulationen zufolge könnte sich Carradine bei einer ungewöhnlichen Selbstbefriedigungspraxis versehentlich selbst erdrosselt haben.

Carradine war in den 70er Jahren als kämpfender Mönch in der Kult- Serie "Kung Fu" bekanntgeworden. Vor wenigen Jahren spielte er die Rolle des Bill in Quentin Tarantinos Kino-Zweiteiler "Kill Bill".

DPA
 
 
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