Milliardenerbin, Modefan und Monacos neuer Star

30. August 2013, 15:18 Uhr

Mit Tatiana Santo Domingo heiratet erneut eine Bürgerliche in das Fürstenhaus Monaco ein. Die Zukünftige von Andrea Casiraghi besitzt dennoch reichlich Glamour - und mehrere Milliarden. Ein Porträt. Von Julia Kepenek

Monaco, Hochzeit, Fürstentum, Andrea Casiraghi, Tatiana Santo Domingo

Die standesamtliche Trauung von Andrea Casiraghi und Tatiana Santo Domingo findet am 31. August in Monaco statt©

Sie ist schön, schlau, schwerreich und könnte eines Tages Fürstin von Monaco werden: Wenn Tatiana Santo Domingo an diesem Samstag den mongeassischen Adelsspross Andrea Casiraghi ehelicht, gehört sie offiziell zum Fürstenhaus. Ebenso wie ihr Sohn Sacha Stefano, der im März unehelich geboren wurde und nach der Heirat seiner Eltern nun auf Platz drei in der monegassischen Thronfolge steht. Sollten der amtierende Regent, Fürst Albert II., und seine Frau Charlène kinderlos bleiben, dann wäre Andrea Casiraghi nach seiner Mutter, Prinzessin Caroline, der nächste Anwärter auf den Fürstentitel.

Mit Tatiana Santo Domingo hat er eine Partnerin an seiner Seite, die zwar bürgerlich ist, aber trotzdem den nötigen Glamour mitbringt. Am 24. November 1983 in New York geboren, wächst siee in Genf und Paris auf. Sie besucht die besten Schulen, erhält eine erstklassige Ausbildung und spricht fünf Sprachen: Portugiesisch, Spanisch, Französisch, Englisch und Italienisch. Das Vermögen ihrer Familie wird auf rund sechs Milliarden Dollar geschätzt.

Erwirtschaftet hat es vor allem Santo Domingos kolumbianischer Großvater, der 2011 verstorbene Julio Mario Santo Domingo. Er war Eigentümer der Fluggesellschaft Avianca, des wichtigsten Radio- und Fernsehsenders des Landes, Caracol, und des Mobiltelefon-Unternehmens Celumovil. Zudem betätigte er sich als Großaktionär des weltweit zweitgrößten Bierbrauers SABMiller. Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" führte Julio Mario Santo Domingo 2011 auf Platz zwei der reichsten Männer Kolumbiens. Auch Santo Domingos Vater Julio Mario Jr. arbeitete erfolgreich in der Familienholding Valorém, zu der über 100 Firmen gehören. Er starb bereits 2009, im Alter von nur 52 Jahren, an Krebs.

Von ihrem Vater und Großvater erbte Tatiana Santo Domingo die Milliarden, ihre Mutter Vera verpasste ihr das gesellschaftliche Ansehen. Die gebürtige Brasilianerin gehört in São Paulo zur High Society, führte kurzzeitig ein Hotel in Indien und lebt heute in Paris. Rund 55 Kilometer südlich der französischen Hauptstadt, in Fontainbleau, besucht Tatiana Santo Domingo ein renommiertes Internat. Dort lernt sie 2005 Andrea Casiraghi kennen. Dessen Schwester Charlotte ist mit Tatiana befreundet.

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Tatiana Santo Domingo und ihre Jetset-Freundinnen Margherita Missoni (l.) und Eugenie Niarchos©

Überhaupt zählt die 29-Jährige nur Mitglieder des internationalen Jetsets zu ihrem Freundeskreis: Margherita Missoni, Eugenie Niarchos, Julia Restoin-Roitfeld, Alice Dellal - sie alle verbindet viel Geld auf dem Konto und ein Leben zwischen Premieren, Partys und Preisverleihungen. Santo Domingo hat zwar ein abgeschlossenes Kunststudium in der Tasche, wirklich gearbeitet hat sie aber nie. Stattdessen gründete sie 2009 mit ihrer Freundin Dana Alikhani, Tochter eines iranischen Geschäftsmannes, die Modeplattform "Muzungu Sisters". Dort vertreibt Santo Domingo ethisch korrekt produzierte Kleidung und Accessoires, die sie auf ihren Reisen um die Welt findet. Es ist ein hübscher Zeitvertreib, Geld verdienen lässt sich mit diesem Geschäftsmodell nicht. Sitz der Firma ist in London, wo Tatiana Santo Domingo und Andrea Casiraghi mit ihrem Sohn Sacha leben.

Geheiratet wird nun aber in Monaco, im Thronsaal des Fürstenpalastes. Nach der standesamtlichen Trauung soll mit 400 geladenen Gästen im Garten weitergefeiert werden. Für die 150 engsten Freunde wird danach noch ein Party im noblen "Sporting d'Hiver", unweit des Casinos von Monte Carlo, ausgerichtet. Und weil Geld bei Tatiana Santo Domingo und Andrea Casiraghi keine Rolle spielt, ist die standesamtliche Trauung nur der Auftakt: Im Dezember wird kirchlich im Schweizer Nobel-Skiort Gstaad geheiratet.

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