3. April 2013, 14:47 Uhr

Justin Bieber will seinen Affen wohl zurück

Justin Bieber musste seinen Affen "Mally" in München abgeben. Nun sollen die Manager des Teeniestars das Äffchen aus dem Münchner Tierheim holen. Doch Tierschützer sind dagegen.

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Tierparks in den USA, Großbritannien und den Niederlanden würden Justin Biebers Affen "Mally" aufnehmen. Zur Zeit lebt das Kapuzineräffchen im Münchner Tierheim.©

Der Affe von Justin Bieber beschäftigt nun die Tourmanager des Teeniestars. Nachdem der Zoll das Äffchen namens "Mally" ins Münchner Tierheim brachte, meldete sich dort am Mittwoch das Organisationsteam, wie Tierheimleiter Karl-Heinz Joachim sagte. Die Tourbetreuer hätten um Kontaktdaten der Behörden sowie um Informationen über die notwendigen Unterlagen gebeten. Biebers Management bestätigte den Kontakt, wollte aber keine weiteren Auskünfte geben. Das Hauptzollamt München habe von Bieber bis Mittwochmittag noch nichts gehört, sagte ein Behördensprecher.

Der Zoll hatte das 14 Wochen alte Kapuzineräffchen am Gründonnerstag am Flughafen beschlagnahmt, als Bieber zu seinem ersten Deutschland-Konzert der aktuellen Tournee anreiste. Ihm fehlten die nötigen tierseuchen- und artenschutzrechtlichen Dokumente für das Tier. Knapp vier Wochen hat der 19-jährige Sänger Zeit, die Unterlagen nachzureichen. Dann bekäme er seinen Affen zurück - sonst soll das Tier in einen Zoo kommen. Vier Tierparks in den USA, Großbritannien und den Niederlanden haben schon angeboten, den Affen aufzunehmen. In private Hände werde das Äffchen nicht gegeben, sagte Tierheimleiter Joachim. Bieber wolle sich den Affen wohl zurückholen.

Einige Tierschützer forderten, den Affen in eine Auffangstation zu geben, auch wenn Bieber die Papiere noch vorlegen sollte. "Mally ist erst 14 Wochen alt. Sie von ihrer Mutter zu trennen und als lebendiges Kuscheltier mit auf Tournee zu nehmen, kann man nur als Tierquälerei bezeichnen", sagte die Sprecherin von Animal Public, Laura Zimprich. Derzeit kümmere sich ein Tierpfleger als ständige Bezugsperson um das Äffchen, sagt Tierheimleiter Joachim.

DPA
 
 
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