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"Schon mal was von Satire gehört?"- Til Schweiger verteidigt sich

Ein Millionenangebot vom Tourismusverband Bayern habe er in der Tasche, schrieb Til Schweiger nächtens auf Facebook. Doch im Freistaat wusste keiner davon. Jetzt reagierte der Schauspieler erneut auf Facebook.

Til Schweiger

Til Schweiger verteidigt sich auf Facebook

Gegen zwei Uhr morgens polterte in der Nacht zu Donnerstag auf Facebook los: Der Schauspieler schimpfte über Hass-Kommentare auf seiner Seite, machte zahlreiche Nachrichten öffentlich, behauptete, dass er mit den fiesen Beleidigungen seiner Kritiker aber Geld verdiene. Und er deutete ein kurioses Jobangebot an: "Ich hab gerade vom Tourismusverband Bayern ein 5 Millionenangebot bekommen als Ambassador für Saudi- Arabien zu agieren - mach ich!.. weil die sind unsere besten Verbündeten im Kampf gegen den islamistischen Terror", hackte Schweiger in die Tasten. Til Schweiger als Bayern-Botschafter in Lederhosen? Wohl kaum.

Zahlreiche Medien, darunter auch der stern, fragten beim Tourismusverband in Bayern nach - doch dort wusste keiner von dem angeblichen Angebot. Prompt teilte der 53-Jährige einen Artikel der Website des Bayerischen Rundfunks, in dem es um sein angebliches Engagement geht, auf Facebook - und verteidigte sich.

Til Schweiger lacht über die Bayern

"Die sind die Geilsten! Aber ich habe nicht gewütet, ich habe nur versprochen, den grössten Schrott, den ich bekomme, zu veröffentlichen. Das (sic) ich aus Bayern kein Geld für meine Posts bekomme, ist doch klar, oder nicht? Schon mal was von Satire gehört, deutsche Presse? Wohl eher nicht, kann ich aber gut mit leben...", schreibt Schweiger. Tatsächlich war aus seinem ursprünglichen Post, gespickt mit Rechtschreibfehlern und Ausrufezeichen, schwer rauszulesen, um was es eigentlich überhaupt geht.

Offenbar kursiert ein Gerücht, wonach Schweiger angekündigt hatte, Deutschland zu verlassen, sollte die AfD in den Bundestag einziehen. Er bestreitet das. Seine Ex-Frau Dana Schweiger und seine Tochter Emma hatten im vergangenen Jahr ein ähnliches Statement vor der US-Wahl gemacht: Wenn Trump Präsident wird, wollten sie ihren amerikanischen Pass abgeben. Trump wurde Präsident - doch die beiden leben immer noch in Kalifornien. "Man muss aber dazu sagen, dass die naiv genug waren, niemals davon auszugehen, dass er Präsident wird. Außerdem könnte Dana ihren gar nicht abgeben - sie hat nur den amerikanischen", verteidigte Schweiger die beiden im Februar gegenüber dem stern. Gut möglich, dass so das Gerücht um das AfD-Zitat entstand.


sst

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