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Debatte um US-Präsident: Das schätzt Til Schweiger an Donald Trump

Seine Kinder haben neben der deutschen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft, er selbst lebte lange in den USA: Til Schweiger verfolgt das Geschehen um Präsident Trump genau. Und findet nicht alles schlecht.

Til Schweiger

Til Schweiger ist für seine nächtlichen Facebook-Einträge bekannt

Damals konnte es sich kaum jemand vorstellen: Während des US-Wahlkampfs kündigten Til Schweigers Exfrau Dana und seine Tochter Luna an, dass sie ihren amerikanischen Pass abgeben würden, sollte Donald Trump Präsident werden. Jetzt, da der Fall eingetreten ist, ist davon keine Rede mehr. "Man muss aber dazu sagen, dass die naiv genug waren, niemals davon auszugehen, dass er Präsident wird. Außerdem könnte Dana ihren gar nicht abgeben - sie hat nur den amerikanischen", nahm Til Schweiger die beiden am Rande der Berlinale in Schutz.

Mit seiner amerikanischen Exfrau und den vier gemeinsamen Kindern lebte der Schauspieler lange in Kalifornien, reist bis heute regelmäßig in die , wo seine jüngste Tochter mit der Mutter wohnt - zuletzt an Weihnachten. Bei der Wahl habe er von Anfang an ein schlechtes Gefühl gehabt, sagte Schweiger dem stern. Doch auch wenn er Trump niemals gewählt hätte, sieht er nicht alles an ihm negativ.

Til Schweiger begrüßt Trumps geplante Annäherung an Russland

"Die Angst wird jetzt hochgejazzt. Wir müssen erst einmal abwarten, wie alles wird. Trump hat immerhin schon zwei Sachen gesagt: Als es hieß, dass die Wahl beeinflusst habe, hat er die US-Geheimdienste angezweifelt, weil diese schließlich auch behauptet haben, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gäbe. Und neulich hat er gefragt, warum alle auf Putin rumhacken, sie seien selbst nicht ohne Schuld. Das ist immerhin eine Erkenntnis, die Obama und Clinton nicht hatten. Die Amerikaner sind diejenigen, die in diesem Jahrhundert am meisten Dreck am Stecken haben - im nahen Osten, in Südamerika und an jedem Brennpunkt dieser Erde. Deshalb sage ich: Wow!", so Schweiger.

Der 53-Jährige spielt damit auf ein TV-Interview Trumps an, in dem dieser Putins Menschenrechtsverletzungen relativierte, weil auch die USA viele Fehler begangen habe. "Wir haben viele Mörder. Denken Sie, unser Land ist so unschuldig?", hatte Trump gesagt. Trotzdem stellte Til Schweiger auch klar: "Bei uns in der Familie hat Trump keine Fans."