Obwohl sie erfolgreicher war als Medienliebling Franziska van Almsick, stand die Weltklasseschwimmerin aus Magdeburg während ihrer ganzen Karriere immer im Schatten der Konkurrentin
HASE: Dann müsste ich schon Franzi van Almsick heißen. Wenn ich mir angucke, wer das große Geld verdient, stelle ich fest, die Leistung zählt nicht immer. Fehlen die richtige Ausstrahlung und Kontakte, geht man leer aus.
HASE: Klar. Unser Verhältnis war nie so angespannt, wie es dargestellt wurde. Natürlich waren wir keine dicken Freundinnen. Schon wegen der neun Jahre Altersunterschied.
HASE: Sie meinen, als ich 1992 die DSV-Funktionäre öffentlich kritisierte. Die Tränen habe ich nicht bereut. Nur, dass dadurch der Olympiasieg in den Hintergrund getreten ist. Ich habe eben nah am Wasser gebaut. Mir ging es damals um die Gerechtigkeit, und da kann ich meine Gefühle nicht abstellen. Aber aus solchen Situationen lernt man auch.
HASE: Ich hätte eben auch den Platz einer Kollegin gebraucht, für meine Paradedisziplin 400-Meter-Freistil. Aber dass jemand für einen anderen zurücksteckt, gibt es nicht noch mal. Drum habe ich damals gesagt: 'Ich bin der Depp der Nation.'
HASE: ... der mich aber nicht getröstet hat. Mein Ziel, Weltmeisterin zu werden, habe ich nicht erreicht. Damit war die Saison umsonst.