Die heute Zehnjährige nervte mit ihrem markerschütternden "Fruchtalaaarm" in einem Werbespot für Fruchtjoghurt jahrelang deutsche Fernsehzuschauer.

Mia Wellenbrink, 10, auf einem Spielplatz in Berlin© Goetz Schleser
Ich mag Joghurt wirklich. Am Set hab ich ganz viel gegessen, und Mama hat dann gesagt, dir wird übel, Mia! Aber mir wurde nicht übel. Dann musste ich sagen: "Guck mal, das sind Millionen oder ein Dutzend …"
Na ja, ein bisschen. Pass auf: "Guck mal, der neue Joghurt, das sind Millionen oder ein Dutzend. Meine Mama sagt dazu Froop, aber ich sag dazu Fruchtalaaarm!" Hey, ich hab das ganz geschafft!

Und 2005 im Joghurt-Spot - ausnahmsweise schweigend© Jürgen Olczyk
Ich bin in so einer Kinderagentur, die sagen immer, wenn ich was schauspielen kann. Die Werbeleute haben mich genommen, weil ich auch in echt so ein Frechdachs bin.
Ja, manchmal. Dann schrei ich, aber nicht immer so laut. Wenn ich was will, bettele ich so lange, mach meinen Augenaufschlag und einen Schmollmund, bis ich es kriege.
Neulich wieder. Da hat eine Frau gesagt: "Hey, sag mal Fruchtalarm." Nö, hab ich gesagt. Ich muss ja nicht immer machen, was die Erwachsenen wollen.
Nee. Vom ersten Geld bin ich Patin von einem Mädchen in Tansania geworden, vom zweiten Geld habe ich dem Mädchen und seiner Familie zwei Kühe und Schulschuhe geschenkt. Für mich habe ich Sachen für mein Kinderzimmer gekauft, und mit drei Freundinnen von mir sind Mami und ich nach Wien gefahren.
Nee, aber der war stolz auf mich, hat er gesagt.
Jetzt bin ich das gewohnt. Aber früher war ich aufgeregt und aufgekratzt. Das heißt dann Lampenfieber. Das ist, wenn ganz viele Lampen glühen und einem ganz heiß wird, wie bei Fieber.
Ja, ich finde das toll, immer jemand anderer zu sein. Aber das ist auch komisch: Einmal war ich bei "Kreuzfahrt ins Glück", da hab ich Claire gespielt. Ich hab mich gar nicht wiedererkannt, ich war so kindisch.
Wie ein Hase. Ich hatte die ganze Zeit meine zwei Hasenzähne draußen, ohne dass ich es gemerkt hab. Aber vielleicht war das auch ein bisschen niedlich. Doch da sah ich aus wie vier. Oder auf jeden Fall unter acht. Dabei bin ich zehn Jahre alt. Mit meinen zwei Hasenzähnen kann ich übrigens pfeifen …
Nur zwei? Manno!
Vielleicht dieses Jahr irgendwas, aber das ist geheim. In "Kommissarin Lucas" hab ich zuletzt gespielt, das ist ein Krimi. Ich möchte jeden Tag Filme drehen, aber Mama ist da etwas zickig. Die sagt, ich muss zur Schule, ich bin nämlich schon in der vierten Klasse.
Vielleicht. Oder ich werde Erfinderin und erfinde dann selbst einen Job, aber nicht verraten. Da massiere ich Leute am Strand mit Sonnencreme, und meine Creme kostet was, wer seine eigene mitbringt, bei dem kostet es nichts. Ich bin nämlich eine gute Massiererin. Ach, das kannst du ruhig reinschreiben.
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 11/2009
Zur Person Mia-Sophie Wellenbrink, am 6. Oktober 1998 geboren, stammt aus einer Familie von Schauspielern und Werbestars. Großvater Egon Wellenbrink war der "Melitta-Mann", Großmutter Monica in den 1970ern die "Pril-Frau". Und Mutter Susanna begann ihre Schaupielkarriere selbst als Kinderstar: Sie spielte die Rolle der Tami in der Fernsehserie "Eine glückliche Familie" und gewann später die Goldene Kamera für den Film "Mutter mit 16". Mia lebt mit ihrer Mutter in Berlin.