John Travolta (72) hat offen über den Verlust seiner Ehefrau Kelly Preston (1962-2020) und seines Sohnes Jett (1992-2009) gesprochen und dabei Einblicke in seine persönliche Verarbeitung der Trauer gegeben. Im Gespräch mit der italienischen Zeitung "La Repubblica" schilderte der Schauspieler, wie prägend diese Schicksalsschläge für ihn waren. Mit Blick auf sein Regiedebüt "Propeller One-Way Night Coach", das auf dem Cannes Film Festival Premiere feierte, erklärte Travolta: "Ich habe den Film Kelly gewidmet, meinem Sohn Jett, meinen Brüdern und Schwestern, meiner Mutter und meinem Vater, denn sie sind das Vorbild, aus dem dieser Film entstanden ist."
Gleichzeitig machte er deutlich, wie sehr ihn die Erfahrungen verändert haben und welche Haltung ihm hilft, damit umzugehen: "Das Leben hat mich sicherlich auf die Probe gestellt, aber es liegt in meiner Natur, das Positive zu suchen, selbst angesichts des Schlimmsten." Trotz der schweren Verluste wolle er sein Leben nicht von der Trauer bestimmen lassen. "Ich bin nicht dazu geschaffen, in der Dunkelheit zu versinken. Ich kann die Dunkelheit betrachten, aber ich entscheide mich nicht dafür, in dieser Dunkelheit zu sterben."
Travolta und Preston waren fast 29 Jahre lang verheiratet
Jett Travolta kam 2009 im Alter von 16 Jahren während eines Familienurlaubs auf den Bahamas ums Leben. Medienberichten zufolge erlitt der Jugendliche, der unter Autismus, Asthma und dem Kawasaki-Syndrom litt, einen Anfall und stieß sich in einem Hotelbadezimmer den Kopf.
Kelly Preston starb 2020 im Alter von 57 Jahren nach zweijährigem Kampf gegen Brustkrebs. Aus der fast 29-jährigen Ehe mit John Travolta stammen zudem die beiden gemeinsamen Kinder Ella Bleu (26) und Benjamin Hunter Travolta (15).
Darum geht's in Travoltas Regiedebüt
"Propeller One-Way Night Coach" erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen und seiner alleinerziehenden Mutter, die von einer Karriere als Hollywoodschauspielerin träumt. Gemeinsam begeben sie sich im Jahr 1962 auf eine Reise quer durch die USA - von Washington, D.C. nach Los Angeles, die Stadt der Engel.
Unterwegs treffen sie auf eine Reihe bunter Figuren, darunter eine charmante junge Flugbegleiterin, gespielt von Travoltas Tochter Ella Bleu. Der Streifen basiert lose auf den Erinnerungen des Schauspielers an seinen ersten Flug - ein Erlebnis, das in ihm eine lebenslange Leidenschaft für die Luftfahrt entfachte.