Brasilianerin versteigert ihre Jungfräulichkeit

26. Oktober 2012, 18:30 Uhr

Der erste Sex soll etwas Besonderes sein, doch manchen scheidenden Jungfrauen ist Geld wichtiger. Catarina Migliorini verkaufte ihr erstes Mal im Internet und lernt den Kunden nun vor Kameras kennen. Von Henrietta Reese

Jungfräulichkeit, Catarina Migliorini, Justin Sesely, Dokumentarfilm, Sex

Catarina Migliorini (l.) verkaufte ihre Jungfräulichkeit. Auch ein junger Mann kam unter den Hammer.©

Die 20-jährige Catarina Migliorini aus Brasilien ist seit Kurzem um 600.000 Euro reicher. Das Geld kommt von einem Japaner, der ihre Jungfräulichkeit ersteigert hat. Im Rahmen eines Dokumentarfilm-Projekts des Australier Justin Siselys hatte sich die junge Frau auf das umstrittene Geschäft eingelassen und ihre Jungfräulichkeit auf der Internetseite www.virginswanted.com.au zum Verkauf angeboten. "Virgins Wanted" soll auch der Film heißen, für den der 21-jährige Alex Stepanov aus Russland ebenfalls unter den Hammer kam – der brachte allerdings nur 2300 Euro. Bereits 2010 hatte Sisely für ein Projekt Jugendliche gesucht, die ihre Jungfräulichkeit im Fernsehen versteigern und damit für Empörung gesorgt.

Catarina war von der Idee begeistert, denn mit dem Geld könnte sie ihr Studium finanzieren und in ihrer Region Unterkünfte für Bedürftige bauen. Den Vorwurf der Prostitution lehnt sie streng ab: "Wenn du einmal in deinem Leben so etwas machst, dann ist das noch keine Prostitution. Wer einmal ein tolles Foto schießt, ist ja auch nicht gleich Fotograf."

Den Gewinner der Auktion freut die Offenheit der jungen Frau, schließlich war der Sex mit ihr kein Schnäppchen. Natsu, nennt sich der Mann, der sich gegen Mitbieter aus den USA und Indien durchgesetzt hat und nun mit der unberührten Brasilianerin schlafen darf.

Strenge Auflagen vor dem ersten Mal

Es herrschen allerdings strenge Regeln auf beiden Seiten: Catarina muss sich einem Jungfräulichkeitstest unterziehen, der Japaner wird im Gegenzug auf Geschlechtskrankheiten getestet. Sexspielzeug ist strikt untersagt und es muss auf jeden Fall ein Kondom benutzt werden.

Um nicht gegen Prostitutionsgesetze zu verstoßen, finden sowohl die "Übergabe" als auch der Akt selbst in einem Flugzeug statt. Ein Kamerateam wird das Zusammentreffen und Kennenlernen der Protagonisten die ganze Zeit begleiten, ihnen während der Einlösung des Geschäfts aber ihre Privatsphäre lassen. "Ich bin eigentlich ein romantisches Mädchen und ich glaube an die Liebe", sagte Catarina der Zeitung" Folha", "aber mit dem Geld kann ich in meiner Gegend viel verändern."

Ihre Selbstlosigkeit ist ehrenwert - ob es das viele Geld wert war, seine Jungfräulichkeit an einen fremden Mann zu verlieren, wird die Zukunft zeigen. Darüber kann Justin Sisely dann ja seinen nächsten Film drehen.

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