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12. November 2009, 14:27 Uhr

Zweifel an der Heldin von Fort Hood

Amerika feierte ihren Mut: Die Polizistin Kimberly Munley sollte Medienberichten zufolge den Amokläufer von Fort Hood Nidal Malik Hasan trotz eigener Verletzungen niedergestreckt haben. Ein Augenzeuge lieferte jetzt eine andere Version der Ereignisse.

Fort Hood, Amoklauf, Kimberly Munley, US Army

Hoher Besuch am Krankenbett: Kimberly Munley mit US-Verteidigungsminister Robert M. Gates© Cherie Cullen/AP

Eine Woche nach dem Massaker auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood wachsen Zweifel an der Geschichte der als Heldin gefeierten Polizistin. Kurz nach dem Blutbad war berichtet worden, die 34-jährige Beamtin Kimberly Denise Munley habe den Amokläufer Nidal Malik Hasan trotz eigener Verletzung niedergeschossen und so weiteres Morden verhindert. Ein Augenzeuge sagte der "New York Times" vom Donnerstag nun, der Todesschütze sei in Wahrheit von einem anderen Polizisten niedergestreckt worden. Der muslimische Militärpsychiater Hasan hatte am Donnerstag vergangener Woche 13 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt.

Den neuen Angaben zufolge hatte Hasan während seines Amoklaufs die zierliche Polizistin zuerst angeschossen. Während er danach das Magazin seiner Pistole wechselte, habe der zivile Polizist Mark Todd das Feuer auf Hasan eröffnet und ihn dadurch gestoppt. Unklar sei noch, weshalb die Behörden die Rolle Munleys hervorhoben und den Einsatz Todds verschleierten, schreibt die Zeitung.

"Ein einsamer Typ, der Schwierigkeiten hat"

Über Hasans Motiv gibt es auch eine Woche nach dem Blutbad weiter Rätselraten. Der 39 Jahre alte Major sei allem Anschein nach ein in Beziehungsdingen glückloser Einzelgänger, dessen Profil eher einem Massenmörder ähnele als einem Terroristen, sagte Kriminologe Pat Brown dem US-Fernsehsender CNN.

In den vergangenen Tagen war der Verdacht laut geworden, religiöse Verblendung habe möglicherweise zu der Bluttat geführt. US-Geheimdienste hatten zahlreiche E-Mails Hasans an einen radikalen islamischen Prediger abgefangen, den Major aber nach einer Überprüfung als harmlos eingestuft.

Brown hält hingegen persönliche Probleme für wahrscheinlicher. "Er ist einfach ein einsamer Typ, der Schwierigkeiten hat und psychopathisches Verhalten an den Tag legte", sagte der Kriminologe. "Das ist dann zu einem Punkt ausgeufert, an dem er sich an der Gesellschaft rächen wollte und es an seinen Kollegen ausließ, wie es häufig geschieht."

Hasan liegt weiter in einer Klinik und steht US-Medien zufolge unter starken Beruhigungsmitteln. Ihm soll vor einem Militärgericht der Prozess gemacht werden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Malt (13.11.2009, 09:34 Uhr)
Ach ja...
...na, Gott sei Dank wurde die Kommentarfunktion beim neusten Bericht zu diesem Thema gleich von Grund auf deaktiviert. Ist aj auch ein Thema, bei dem viel beleidigt und unsachlich geschrieben wird... pffff
Malt (13.11.2009, 09:32 Uhr)
@hombreuno
Ich glaube, Sie verstehen mich falsch: Das hat nichts mit den Regierungen an sich zu tun, sondern mit der Art und Weise wie Gesellschaften von ihnen gelenkt werden. Manche Sachen sind halt sehr durchsichtig, und wenn es so ist wie es sich z.B. hier darstellt, gibt es schon 1000 Beispiele aus der Vergangenheit wo ähnlich gehandelt wurde. Wissen Sie z.B. wieviele Kriesveteranen nach Ihrer Rückkehr in den USA Amok gelaufen sind bzw. Mehrfachmorde (oft an der eigenen Familie mit anschließendem Selbstmord) begangen haben? Nein? Könnte eventuell daran liegen, dass darüber nur am Rande berichtet wird - wenn überhaupt! Jedes Schoolshooting hingegen wird bis zum Erbrechen ausgeschlachtet - weil sich darüber einfach super Angst schüren läßt. Bei einem kampferprobten Soldaten passt es einfach nicht ins Bild, dass jemand, der uns ja eigentlich vor den bösen Bedrohungen des internationalen Terrorismus schützen soll (früher wars der böse Kommunismus), plötzlich selbst zur Bedrohung werden kann. Deswegen wird das unter den Teppich gekehrt. Und wir hier kriegen es halt nun mal nur von den Amis oder von unseren Politikern mit, wenn die in derartige Kerben schlagen... ich verurteile aber JEDE Regierung, die versucht über derartige Vorgehensweisen die Massenmeinung zu manipulieren!
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@ADMINS: Wird wohl jetzt grundsätzlich jeder meiner Kommentare von Ihnen gelöscht? Oder habe ich wieder gegen Ihre oberste Forumsregel "Meinungen, die nicht mit denen der STERN Administratoren komform gehen, werden aus purer Hilflosigkeit gelöscht" verstoßen? Ich wollt's nur wissen, damit ich mir die Mühe in Zukunft sparen kann... denn hier waren WEDER Beleidigungen NOCH Unsachlichkeiten enthalten. Ihr seid echt ganz, ganz arm.
Fakten (12.11.2009, 21:43 Uhr)
@Malt
...mag vermutlich genau wie ich und viele andere Menschen die Laender und Regierungen wo es eine Basis-Demokratie gibt, sprich permanentes Referendum
Das waere die Schweiz und einige skandinavische Laender.

Die restlichen westlichen Regierungen unterscheiden sich kaum von Schurken Regimen. Einmal gewaehlt wird munter gegen das Volk vorgegangen.

In der Tat 13 Personen zu erschiessen und 32 weitere zu verletzen laesst nicht gerade auf Professionalitaet schliessen.
Auch der von den Deutschen angeordnetet NATO-Luftangriff hat 26 afghanische Polizisten nebst 2 US Soldaten getoetet. Offiziell wird noch immer was von Aufstaendischen gefaselt.

Presse und echte Recherche waere gut.
HombreUno (12.11.2009, 16:40 Uhr)
@Malt
Aus Ihrem Kommentar schließe ich, dass Sie Amerikaner und deren Regierung nicht unbedingt mögen. Aus anderen Kommentaren weiß ich das Sie die dt. Regierung auch nicht mögen. Vermutlich verhält es sich bei der engl., franz. und ital. Riegierungen genau so.

Frage an Sie: Welche Staaten und deren jetzige Regierung mögen Sie denn überhaupt? Gibt es da welche, können Sie 2-3 aufzählen?
seppmaier (12.11.2009, 16:28 Uhr)
wow Malt....
....sehr guter beitrag!
irgendwie glaube ich den medien kein wort was den tathergang betrifft.
es ist mir unverständlich wie ein einzelner über 40 personen anchiesst, dabei 12 tötet.
das waren schließlich kampferbropte soldaten mit fronterfahrung.
die "ein-täter-version" ist daher nicht glaubhaft.
dann war zu beginn die rede von 2 weiteren tätern, die sich dann als unschuldig herausstellten.
wie kamen sie in den verdacht und was ist aus ihnen geworden?
es hiess auch der täter wurde getötet. stunden später kamen sie dann mit der neuen story an.
mal wieder passt es hinten und vorne nicht zusammen. wir werden nie die wahrheit erfahren...
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