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7. November 2009, 08:52 Uhr
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Amokläufer schoss aus Geldnot und Hass

Er handelte aus purer Verzweiflung und Hass auf seine früheren Kollegen: Der Amokläufer von Orlando konnte sich selbst einen Besuch bei seinem Sohn nicht finanziell leisten. Seine Ex-Kollegen hätten ihn "verrotten lassen". Daher schoss er an seiner früheren Arbeitsstelle um sich - mit schlimmen Folgen.

Kriminalität, Florida, Tote, Schießerei, Geldnot, Orlando

"Sie haben mich verrotten lassen": Amokläufer Jason Rodriguez nach seiner Festnahme© Gerardo Mora/AFP

In einem Architekturbüro in Orlando im US-Bundesstaat Florida hat ein ehemalige Angestellter am Freitag das Feuer eröffnet und dabei einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt. Der Schütze wurde drei Stunden nach der Tat im Haus seiner Mutter gestellt und festgenommen, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Verletzten befinden sich in stabilem Zustand.

Der mutmaßliche Amokläufer heißt Jason Rodriguez und war den Angaben zufolge vor zwei Jahren entlassen worden. Bei seiner Festnahme antwortete der 40-Jährige auf die Frage von Reportern, warum er seinen Ex-Kollegen das angetan habe: "Weil sie mich haben verrotten lassen."

Einem Konkursrichter hatte der Tatverdächtige kürzlich erklärt, er habe so wenig Geld, dass er nicht mal seinen Sohn besuchen könne, der 30 Minuten entfernt wohne. Bei einem Sandwich-Laden an einer U-Bahn-Station verdiene er im Jahr 30.000 Dollar, verschuldet sei er mit 90.000. Rodriguez ist geschieden. Vor zwei Jahren verlor er in der Firma seinen Job, in der er am Donnerstag um sich schoss. Medienberichten zufolge hatte Rodriguez wegen schlechter Leistungen seinen Job verloren.

"Hier wird geschossen!"

Das Blutbad ereignete sich in dem 16 Stockwerke hohen Bürogebäude "Legions Place" im Stadtzentrum unweit der Handelskammer von Orlando. Mehrere Angestellte verschanzten sich in ihren Büros, als sie die Schüsse hörten. Eine Angestellte in dem Büroturm berichtete, sie habe gerade zum Mittagessen gehen wollen. Da habe ihr eine Kollegin am Lift entsetzt zugerufen: "Hier wird geschossen! Geh zurück in dein Büro und bring' dich in Sicherheit."

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab, der Büroturm wurde Stockwerk für Stockwerk evakuiert. Die Schnellstraße, an der das Hochhaus liegt, wurde in beide Richtungen gesperrt, auch eine nahegelegene Schule wurde geschlossen. Scharfschützen der Polizei gingen in Stellung, während andere Beamte die Gegend durchsuchten. Hinweise aus der Bevölkerung führten die Ermittler schließlich zum Haus der Mutter des Schützen, wo er drei Stunden nach der Tat gestellt wurde, wie Polizeichefin Val Demings erklärte.

Die Gewalttat erfolgte nur einen Tag nach dem blutigen Amoklauf auf dem Militärstützpunkt Fort Hood, bei dem ein muslimischer Militärpsychiater 13 Menschen tötete und etwa 30 weitere verletzte. "Das ist eine Tragöde", sagte Demings auch mit Blick auf den Amoklauf von in Texas. "Ich bin nur froh, dass es nicht noch mehr Tote und Verletzte gibt.

DPA/AP/AFP
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Administrator (09.11.2009, 11:17 Uhr)
@ facilidad_de_ser

Ihr Kommentar wurde gelöscht, bitte argumentieren Sie sachlich.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins

AlbertBock (07.11.2009, 12:33 Uhr)
Orlando Amok
Herr Rodriguez hat nicht wie im Text beschrieben an einer U-Bahn Station in einem Sandwich Laden gearbeitet, sondern bei Subway!
Corazito3333 (07.11.2009, 10:44 Uhr)
Das Equipment im Schreibtisch
verzweifelt ist man schnell und hilfe ist selten in sicht und klar, die geladene knarre im schreibtisch...frust, hass, ungerechtigkeit ablassen...passiert schon mal!
Sanjoaquin (07.11.2009, 09:08 Uhr)
Man beachte ...
... die exquisite Sprache:

"Der Amokläufer von Orlando konnte sich selbst einen Besuch bei seinem Sohn nicht finanziell leisten. "
semse (07.11.2009, 01:10 Uhr)
Chrsiten
Tja wo bleiben jezt alle Kommentare ich fang mal an Rondriguez 100% Christ
sojus16 (06.11.2009, 22:56 Uhr)
Kein Wunder,
dass so etwas wiederholt passieret.
Ich lebe und arbeite in den USA und mein Kollege hat eine Waffe mit ausreichend Munition im Schreibtisch, um die halbe Firma auszurotten...
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