Verkehrssünder müssen höhere Strafen zahlen

31. März 2013, 18:24 Uhr

Neue Regeln in der Straßenverkehrsordnung und im Bußgeldkatalog: Ab dem 1. April kostet Falschparken mehr. Und auch sogenannten Kampfradlern drohen empfindlichere Strafen.

Radfahrer, Regeln, Straßenverkehr, Straßenverkehrsordnung, neue Regeln, Bußgelder, Bußgeldkatalog

Schluss mit rabiatem Radeln: In der Berliner Kastanienallee erinnert ein Plakat, auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten©

Am 1. April treten in Deutschland Änderungen an der Straßenverkehrsordnung und dem Bußgeldkatalog in Kraft. Verstöße gegen Parkregeln etwa kommen Autofahrer teurer zu stehen, Radfahrer müssen bei bestimmten Delikten ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Parallel werden einige Regeln genauer gefasst, damit Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer künftig besser miteinander klarkommen. Auch einige neue Verkehrsschilder werden eingeführt.

Fünf Euro mehr Bußgeld für Autofahrer bei Parkverstößen

Nach dem neuen Bußgeldkatalog kostet es zehn Euro (statt bisher fünf Euro), wenn Autofahrer auf Parkplätzen ohne gültigen Parkschein oder ohne Parkscheibe erwischt werden. Wer Radwege zuparkt, muss 20 Euro (statt 15 Euro) zahlen. Das hatten Länder und Kommunen durchgesetzt, weil die seit vielen Jahren nicht angepassten Strafen offenbar vielfach niedriger waren als die Parkgebühren. Um fünf bis zehn Euro werden auch die Strafen für Verhaltensweisen angehoben, die Radfahrer besonders gefährden - etwa das rücksichtslose Öffnen von Autotüren.

Fünf bis zehn Euro mehr für rücksichtslose Radfahrer

Die Strafen für verschiedene kleinere Verkehrsverstöße von Radfahrern werden um fünf bis zehn Euro erhöht. Das betrifft etwa das Fahren auf Radwegen in die falsche Richtung. Es kostet künftig mindestens 20 Euro (statt 15 Euro); wenn dabei Andere gefährdet werden kostet es 30 Euro (statt 25 Euro). Ebenfalls fünf Euro teurer wird es, wenn Radfahrer beim Linksabbiegen den Gegenverkehr ignorieren oder behindern oder falsch in Einbahnstraßen einfahren. Die Anhebung gilt generell nur für den Verwarnbereich, also alltäglichere Delikte, für die es noch keine Punkte gibt.

Klarere Verhältnisse zwischen Auto- und Fahrradfahrern

Die Novelle der Straßenverkehrsordnung schafft bei einigen potenziellen Konfliktfeldern zwischen Auto- und Fahrradfahrern mehr Klarheit, indem sie Verhaltensregeln präzisiert. Auf der Straße fahrende Radler müssen sich beim Abbiegen etwa an Ampeln nicht mehr rechts neben den Autos halten, sondern können sich vor oder hinter ihnen einordnen. Auch wurde klargestellt, dass für Radfahrer, die erlaubterweise Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung nutzen, bei der Ausfahrt die "Links vor Rechts"-Regel gilt, sofern Verkehrsschilder vor Ort nichts anderes vorgeben. Autofahrer müssen an Einmündungen also aufpassen.

Regeln für Radfahrer teilweise präziser gefasst

Auch Verhaltensvorschriften für Radfahrer wurden teils genauer definiert, etwa um Probleme mit Fußgängern zu vermeiden. In der Neufassung ist explizit festgelegt, dass Radler, die für sie freigegebene Gehwege oder Fußgängerzonen benutzen, Rücksicht auf den Fußgängerverkehr zu nehmen haben, der dort generell "Vorfahrt" hat. Sie dürfen lediglich Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen wenn nötig sogar warten. Klarer geregelt ist unter anderem auch das Verhalten an Ampeln: Fahren Radfahrer auf der Straße, müssen sie die Lichtzeichen für Autos beachten - und dürfen nicht je nach Lage die für Fußgänger bevorzugen.

Neue Verkehrszeichen und mehr Spielraum für Genehmigungsbehörden

Die neue Straßenverkehrsordnung führt auch einige neue Schilder ein, etwa um die bisweilen hitzig diskutierte Frage nach dem Platz für Inlineskater im Verkehr zu klären. So gibt es ein weißes Zusatzschild mit einem skatenden Strichmännchen. Wird es unter einem blauen Radweg-Hinweisschild montiert, darf die Strecke auch von Skatern benutzt werden. Die örtlichen Verkehrsbehörden erhalten außerdem mehr Freiheit bei der Einrichtung von Fahrradstreifen auf Straßen. Diese dürfen auch dort angelegt werden, wo es keine besonderen Risiken für Radler gibt. Bislang war dies nur an speziellen Gefahrenstellen erlaubt.

Schlagwörter powered by wefind WeFind
Radler Strasse Straßenverkehrsordnung Verkehrssünder
Panorama
Spende sucht soziale Helden
Aktion Deutschlands Herzschlag: Ohne diese Menschen wäre Deutschland sozial kälter Aktion Deutschlands Herzschlag Ohne diese Menschen wäre Deutschland sozial kälter
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von Grimi: Wie kann ich den " Ferrostatischen Druck bzw. Höhe" ermitteln???

 

  von Amos: G 8 oder G 9? Es wurden fast 80.000 Unterschriften FÜR G9 gesammelt. Und der Ministerin in...

 

  von Gast 108468: Ofenboden platte(glas)möchte ich mit hitzebeständiger farbe streichen.Wer kann mir da helfen?

 

  von Gast 108462: Wie lange ?

 

  von Gast 108460: Guten Tag! Bin ich nach §33 Abs.1 Satz 4 SGB 2 verpflichtet

 

  von Gast 108446: Warum werden in US-Krimiserien und wohl auch in der Realität die Täter immer am Kopf auf die...

 

  von Gast 108444: Streik in der Kita - muss ich trotzdem zahlen?

 

  von Gast 108440: AVerMedia Live Gamer Portable Anschlüsse?

 

  von Gast 108438: Ab wie vielen Jahren kann man eine Ausbildung machen?

 

  von Gast 108429: LED Bateriebetrieben Einbaudurchmesser 60 mm; Einbautiefe 15mm. Gibt es in dieser Art etwas?

 

  von Gast 108405: Magenband nur bis 65?

 

  von Der_Denis: Blues Harp Starter Set

 

  von Gast 108376: Mein Drucker WF2540 startet nicht

 

  von Gast 108374: Bad mit Wasserschaden -

 

  von Gast 108356: Wie lange steht man nach einem Schuldenbereinigung in der Schufa drin

 

  von Gast 108342: Elterngeld

 

  von Gast 108332: Berechnen Sie die Fallhöhe aus der ein Auto herabstürzen müsste, damit die Fallgeschwindigkeit...

 

  von Gast 108313: Besteht Anspruch auf Löschung im Grundbuch?

 

  von Amos: Kloppo hört auf. Wer könnte ihn beerben?

 

  von Amos: Wenn ich mich in Österreich an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halte, werde ich immer überholt.