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So sehr belasten Coffee-to-go-Becher die Umwelt

Immer mehr Menschen trinken ihren Kaffee aus Einwegbechern. Dabei entstehen nicht nur Müllberge, die Behältnisse verbrauchen auch in der Produktion immense Ressourcen.

  Ein Mülleimer voller Einweg-Kaffeebecher: Ein bekanntes Bild, nicht nur in den Großstädten dieser Welt.

Ein Mülleimer voller Einweg-Kaffeebecher: Ein bekanntes Bild, nicht nur in den Großstädten dieser Welt.

Zehn Zahlen zu Einwegbechern
2,8 Milliarden

Coffee-to-go-Becher werden in Deutschland durchschnittlich im Jahr verbraucht. Das sind 320.000 pro Stunde.

300.000

Kilometer ist der Turm hoch, der entstehen würde, wenn man diese 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher übereinander stellt. Das ist siebenmal rund um die Erde.

34

Coffee-to-go-Becher verbraucht jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr.

29.000

Tonnen Papier werden benötigt, um die Becher herzustellen. Das sind 64.000 Tonnen Holz.

43.000

Bäume müssen dafür gefällt werden.

1,5 Milliarden

Liter Wasser werden bei der Herstellung eines Einwegbechers benötigt, das ist ein halber Liter pro Becher - also mehr, als anschließend eingefüllt wird. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 32.000 Menschen.

320 Millionen

Kilowattstunden pro Jahr an Energie wird für die Herstellung der Papierfasern aufgewendet. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch der Einwohner von Schwerin, der mecklenburgischen Landeshauptstadt.

22.000 Tonnen

Rohöl werden bei der Herstellung der Beschichtungen und der Deckel der Einwegbecher verbraucht.

40.000 Tonnen

Müll fällt jedes Jahr durch Einwegbecher in Deutschland an. Das entspricht dem Gewicht von mehr als 33.000 Tonnen VW-Golf!

85 Prozent

der Befragten einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe geben an, dass Einweg-Kaffeebecher Plätze und Parks verschmutzen und öffentliche Papierkörbe überlasten.

Ob Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso oder Caffè Latte, in unterschiedlichen Größen, gern geeist oder mit Sojamilch - das Angebot der Kaffeeketten wird immer größer und gefühlt gibt es in deutschen Großstädten an jeder Ecke einen Coffeeshop mit Kaffee zum Mitnehmen. Für den Kunden ist das praktisch, doch die Umwelt leidet darunter zusehends. Eindrückliche Beispiele sind die überfüllten Abfallbehälter in den deutschen Innenstädten.

Der Coffee-to-go-Trend hat nun auch die Deutsche Umwelthilfe auf den Plan gerufen. Mit der Kampagne "Sei ein Becherheld" ruft sie Konsumenten auf, ihren Kaffee in Mehrwegbechern einfüllen zu lassen. Diese schneiden in Sachen Umwelt deutlich besser ab als Einwegbecher, auch wenn sie gespült werden müssen.

gos

Kommentare (2)

  • Default Author
    Stern-Moderation

    Nutzen Sie oft die Wegwerf-Variante oder nehmen Sie schon mal einen Becher von zuhause mit?

  • stern-Moderation
    Wir verabschieden uns für heute und schließen die Kommentare unter diesem Artikel. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an sterncommunity@stern.de. /cs
  • bergfee
    bergfee
    Wenn man spontan einen Kaffee kauft, greife ich schon auf den ToGo Becher zurück. Aber für Autofahrten habe ich einen von Stanley. Der ist praktisch und schont die Umwelt.. http://www.wohlgeraten.de/stanley-trinkbecher-473ml-blau.html
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