31. Juli 2012, 13:44 Uhr

Murray erhebt Einspruch

Michael Jacksons Tod schien aufgeklärt: Sein Leibarzt, Dr. Conrad Murray, wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Der beteuert aber weiterhin seine Unschuld.

Dr. Conrad Murray, ehemaliger Leibarzt von Michael Jackson, legt Berufung ein. Der Mediziner wurde Ende November 2011 für die fahrlässige Tötung Michael Jacksons zu vier Jahren Haft verurteilt, pocht allerdings weiter auf seine Unschuld. Murray besteht darauf, dass er dem King of Pop nicht die Überdosis Propofol verabreicht habe, die im Juni 2009 zu dessen Tod geführt hatte. Um seine Behauptung zu belegen, fordert er nun die forensische Untersuchung der Flasche, die die fatale Dosis des starken Schmerzmittels enthielt. Murrays Forderung nach dem Test, bei dem nach Spuren von Lidocain gesucht werden soll, wurde vom Richter bereits zwei Mal ausgeschlagen.

Die Verteidiger des Arztes behaupten laut CNN, dass nur das Vorhandensein von Lidocain in der Propofol-Flasche Murrays Schuld bestätigen könne. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Argumentation nämlich darauf basiert, dass Murray die tödliche Dosis Propofol via Infusion mit einer geringen Menge des Lokalanästhetikums verabreicht hatte, um die Wirkung - wenn auch erfolglos - abzuschwächen. Sollte in der Flasche reines Propofol gefunden werden, könne das belegen, dass Michael Jackson sich die tödliche Dosis selbst verabreicht habe, so Murrays Verteidigung.

hw/Bang
 
 
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