Die entscheidende Wal-Rettungsphase verschiebt sich erneut. Der genaue Zeitplan für den geplanten Transport Richtung Nordsee ist unklar. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
Wichtige Updates
Kai Müller
Initiator sieht Wal-Rettungsversuch wieder bei null angelangt
Einen Versuch zur Rettung des in Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Wals wird es am Sonntag nicht mehr geben. „Wir können ja nicht“, sagt Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Nachrichtenagentur DPA. Dem Team seien die Hände gebunden. Er begründete dies mit dem gestiegenen Wasserpegel, der ein Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals unmöglich mache. „Hätten wir gestern wunderbar machen können.“
Gunz sieht den derzeit laufenden Rettungsversuch vor Poel wieder bei Stunde null. „Gestern hätten wir die richtige Wasserhöhe noch gehabt“, sagt er. „Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr.“ Das sei eine ganz andere Situation. Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei. Daher sei die Frage, „ob sich dieser Wal noch geleiten lässt“. Das lang erdachte Konzept sei so nicht durchzusetzen.
„Jetzt sind wir quasi irgendwo Stunde null.° Gunz beklagt zugleich Verzögerungen durch Bürokratie, „die uns eineinhalb bis zwei Tage zurückgeworfen haben“. „Jetzt brauchen wir ein Wunder“, ergänzt Gunz.
Ein Schlauchboot mit Helfern ist in der Nähe des gestrandeten Wals . Bernd Wüstneck / DPA
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Kai Müller
Initiative: Kommen mit Arbeiten für Walrettung voran
Das private Rettungsteam für den in der Ostsee gestrandeten Wal kommt nach eigenen Angaben gut mit den Arbeiten zur Befreiung des Tieres voran. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagt eine Sprecherin im Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel.
„Wir haben die Saugarbeiten so weit vorangebracht, dass wir immer näher an den Wal herankommen.“. Die Saugarbeiten würden von der Fahrrinne zum Wal hingearbeitet. „Wir sind auf jeden Fall guter Dinge.“
„Wir haben die Saugarbeiten so weit vorangebracht, dass wir immer näher an den Wal herankommen.“. Die Saugarbeiten würden von der Fahrrinne zum Wal hingearbeitet. „Wir sind auf jeden Fall guter Dinge.“
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Kai Müller
Wal in Wismar: Abtransport wird vorbereitet – Schlepper steht bereit
Nach tagelangen Vorbereitungen tritt die Rettung des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals in die entscheidende Phase. Im Hafen von Wismar traf am Sonntag der Schlepper „Robin Hood“ ein, der das Tier in die Nordsee bringen soll. Von einer schwimmenden Plattform aus bereiteten Helfer die aufwendige Bergung vor. Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der hinter der privaten Rettungsaktion steht, äußerte sich hoffnungsvoll.
Gunz sagte der „Bild“-Zeitung, nach „noch notwendigen Untersuchungen“ solle der Buckelwal am Sonntag „in die richtige Richtung“ bewegt werden. „Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen.“ Ein Transport des gestrandeten Wals könnte nach Plänen der privaten Rettungsinitiative durchaus auch spätabends oder nachts starten.
Der gestrandete Wal vor der Ostseeinsel Poel stößt eine Luft-Wasser-Fontäne aus. Bernd Wüstneck / DPA
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Wie geht es dem gestrandeten Wal? Der Meeresbiologe Fabian Ritter sagte dem stern gestern im Hafen: "Das Hautproblem besteht am ganzen Körper, das deutet darauf hin, dass das Immunsystem des Wals stark geschwächt ist." Er spricht von einem "stark geschwächten Buckelwal". Der Zustand sei "prekär". Ritter spreche deswegen eher von einer Bergung als einer Rettung.
Meeresbiologe Fabian Ritter. Maximilian Probst / stern
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Zeitplan noch nicht bekannt
Am Sonntagmorgen waren zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal immer wieder DLRG-Boote unterwegs, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Insgesamt sind demnach fünf DLRG-Boote und ein Jet-Ski am Hafen von Kirchdorf, etwa 20 DLRG-Kräfte sind rund um den Buckelwal im Einsatz. Sie sind auch zur Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort.
Am Vormittag haben sich laut Agentur Mitglieder des Rettungsteams im Hafen länger mit den Behörden und der DLRG besprochen. Direkte Informationen von der Initiative selbst habe es zunächst nicht gegeben.
Ob der Buckelwal am Sonntag transportiert werden kann, ist noch offen. Dem Wal solle die für den Transport benötigte Plane vorgelegt werden, wie ein Teammitglied der privat finanzierten Rettungsaktion am Morgen der Deutschen Presse-Agentur in Kirchdorf sagte. Dann müsse man sehen, wie er darauf reagiere.
Ob der Buckelwal am Sonntag transportiert werden kann, ist noch offen. Dem Wal solle die für den Transport benötigte Plane vorgelegt werden, wie ein Teammitglied der privat finanzierten Rettungsaktion am Morgen der Deutschen Presse-Agentur in Kirchdorf sagte. Dann müsse man sehen, wie er darauf reagiere.
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Auf Bildern von Sonntagmorgen sieht es aus, als lägen weiße Tücher auf dem Rücken des Buckelwals. Wie der NDR berichtet, handelt es sich dabei jedoch nicht um Tücher, sondern um eine dicke Schicht Zinksalbe. Die Salbe sei bereits am Samstag auf die stark angegriffene Haut des Meeressäugers aufgetragen worden. Das habe die Tierärztin, die dem privaten Team angehört, bestätigt.
Stefan Sauer / dpa / picture alliance
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Auch heute soll eine Pressekonferenz stattfinden, sagen Teile der Initiative. Nachdem ein Mann gestern die Pressekonferenz unterbrach, überlegen die Verantwortlichen, wie sie stattfinden soll. Eine Uhrzeit stand gestern Abend noch nicht fest.
Zur Pressekonferenz im Hafen sind gestern rund fünfzig Schaulustige gekommen. Ein Mann stürmte am Ende aus dem Publikum hervor und trat nah an die Tierärztin Janine Bahr van Gemmert. Er wurde immer lauter, bis er rief. "Wir haben das Gefühl hingehalten zu werden." Bahr van Gemmert entgegnete, die Maßnahmen liefen im Hintergrund.
Die Szene am Ende der Pressekonferenz am Samstag mit Tierärztin Janine Bahr von Gemmert (M.). Leon Meckler / stern
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Rune Weichert
Wie genau der intern bekannte Zeitplan nun aussieht, wollten die Mitglieder der Initiative am Samstag nicht preisgeben. Hintergrund sei, dass das Team von außen nicht unter Druck stehen wolle. „Wir sind jetzt gut dabei“, sagte Tierärztin Bahr-van Gemmert, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet, laut Nachrichtenagentur DPA. Sie gestand aber auch ein: „Wir wären gerne noch schneller.“
Der geschwächte Wal liegt am Sonntag bereits den 20. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht.
Der geschwächte Wal liegt am Sonntag bereits den 20. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht.
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Rune Weichert
Die private Rettungsinitiative für den vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwal soll heute fortgesetzt werden. Am Samstag waren Helfer den gesamten Tag wieder in der Nähe des Wals und eine schwimmende Arbeitsplattform war näher an den Meeressäuger gebracht worden. Ein Transport ins offene Meer war nach Angaben der an dem Rettungsversuch beteiligten Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert jedoch auch am dritten Tag der Aktion nicht möglich.
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Kai Müller
Tier „freigespült“
Die private Rettungsaktion für den an der Ostseeküste festliegenden Wal hat sich weiter verzögert. Der Meeressäuger sei „freigespült“ worden, sagt die Tierärztin Janine Bahr van Gemmert auf der Insel Poel.
Von einem Schwimmbagger aus wurde laut Bahr van Gemmert mithilfe einer Pumpe der Sand unter dem Meeressäuger weggespült, um das Tier anschließend anheben und abschleppen zu können.
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Kai Müller
Es ist ein faszinierendes Verhalten, bei dem sich Buckelwale ihre Bewegungen koordinieren, um Beute zusammenzutreiben: Mit Hilfe von Luftblasen werden „Netze“ gebildet.
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Tierärztin Janine Bahr van Gemmert von der Retter-Initiative ergänzt auf Nachfrage zur Verzögerung der Rettung: „Wir haben einen Zeitplan, wir wären auch gerne weiter.“ Es brauche aber auch Genehmigungen, die ebenfalls Zeit brauchen.
Tierärztin Janine Bahr van Gemmert (l.). Leon Meckler / stern
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Kai Müller
Walretter: „Bürokratie vor Ort ist leider problematisch“ – heute kein Waltransport mehr
In einer Presseerklärung des Rettungsteams erklärt eine Tierärztin des Rettungsteams, dass es dem Wal in der Ostsee gutgehe. Die Behörden bremsten mit neuen Anträgen und erforderlichen Genehmigungen die Rettung zeitweise, wie das Rettungsteam ergänzte.
Die konkrete Rettung per Plane und Luftkissen werde heute jedoch nicht mehr stattfinden.
Ein Arbeitsponton mit einem Bagger und kleinere Begleitboote sind nah dran am Wal vor der Insel Poel. Bernd Wüstneck / DPA
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Netz wird ausgebreitet
Ein Netz aus Maschen und mit Planen wird in der Ostsee ausgebreitet, wie auf Livebildern und Aufnahmen von Medien zu sehen ist.
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Die Vorbereitungen zur Rettungsaktion befänden sich sechs Stunden in Verzug, heißt es aus einem Gespräch mit der Initiative. Zu Gründen wollen die Verantwortlichen nichts sagen.
Bis Mittag sammeln sich etwa zwei Dutzend Schaulustige an dem Weg zum Ufer. Einige von ihnen sagen, sie seien zuversichtlich, dass eine Rettung gelingen kann.
Ein Dutzend Freunde aus Holchheim, Itzehoe sind für eine Mahnwache angereist. 28 Stunden möchten sie am Hafen ausharren und in ihren Campingwägen übernachten. Sie haben sie vor Tagen angemeldet, weil sie dachten, dass eine Rettung ausbleibt und wollen so ein Zeichen setzen.
Bis Mittag sammeln sich etwa zwei Dutzend Schaulustige an dem Weg zum Ufer. Einige von ihnen sagen, sie seien zuversichtlich, dass eine Rettung gelingen kann.
Ein Dutzend Freunde aus Holchheim, Itzehoe sind für eine Mahnwache angereist. 28 Stunden möchten sie am Hafen ausharren und in ihren Campingwägen übernachten. Sie haben sie vor Tagen angemeldet, weil sie dachten, dass eine Rettung ausbleibt und wollen so ein Zeichen setzen.
Leon Meckler / stern
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DPA