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25. November 2010, 10:30 Uhr

Haftstrafen von bis zu fünf Jahren

Es ist einer der größten Prozesse gegen Kinderpornographie in Deutschland: Heute verkündete das Darmstädter Landgericht erste Urteile. Sieben Angeklagte erhielten mehrjährigen Freiheitsstrafen. Weitere Zeugen sollen kommende Woche vernommen werden.

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Die Angeklagten sollen über 100.000 Dateien mit kinderpornographischem Material ausgetauscht haben.© Boris Roessler/DPA

Sieben Mitglieder eines groß angelegten Kinderpornorings sind am Donnerstag vom Darmstädter Landgericht zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt worden. Die Männer im Alter von 31 bis 58 Jahren hatten in dem Verfahren gestanden, von 2006 bis 2009 im Internet massenhaft Dateien mit kinderpornografischem Material ausgetauscht zu haben. Die Verurteilten "häuften ungeheure Datenmengen an mit Bildern von schlimmsten Missbrauchs- und Vergewaltigungsszenen", hieß es in der Urteilsbegründung. Unter den Opfern seien auch unzählige Kleinstkinder.

Ein 34-Jähriger aus dem westfälischen Lage erhielt mit fünf Jahren Haft die höchste Strafe. Der Mann hatte im Prozess auch den mehrfachen Missbrauch einer Siebenjährigen zugegeben. Das Gericht verhängte in den übrigen Fällen Freiheitsstrafen von zwei Jahren und neun Monaten bis zu drei Jahren und neun Monaten. Einen minderbelasteten 31-Jährigen verurteilte das Gericht zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. "Für ihre Lust und ihre Befriedigung" hätten die Männer dazu beigetragen, "dass durch diese Nachfrage Kindern das Schlimmste zugefügt wurde", befand das Gericht. Hinter jedem Bild stehe ein individuelles Schicksal.

Vergangene Woche trennte das Gericht das Verfahren gegen zwei weitere Angeklagte des Kinderpornorings ab. Da ein Mann aus Mönchengladbach im Prozess bisher schwieg, setzt das Gericht in seinem Fall die Beweisaufnahme fort. Ein 57-jähriger Angeklagter aus Wald-Michelbach im Odenwald wiederum gestand im Verfahren bereits den häufigen Missbrauch dreier Kinder. Das Gericht will am Mittwoch die Opfer als Zeugen hören.

mm/AP
 
 
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