Polizei wurde offenbar vor "Batman-Amokläufer" gewarnt

5. April 2013, 17:23 Uhr

Niemand konnte ahnen, dass James Holmes ein Massaker in einer "Batman"-Kinovorstellung anrichten würde. Bekannt war aber wohl, dass er gefährlich war. Die Polizei soll vor der Tat gewarnt worden sein.

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Der Kino-Amokläufer James Holmes. Eine Psychiaterin soll die Behörden einen Monat vor dem Blutbad gewarnt haben: Ihr Patient sei selbstmordgefährdet und eine Gefahr für die Allgemeinheit.©

Die Polizei ist vor dem Massaker in einem Kino in Aurora mit zwölf Toten laut Berichten von US-Medien vor der Gefährlichkeit des Angeklagten gewarnt worden. Eine Psychiaterin der Universität von Colorado habe die Behörden einen Monat vor dem Blutbad im Juli 2012 davon unterrichtet, dass ihr Patient James Holmes selbstmordgefährdet und zudem eine Gefahr für die Allgemeinheit sei. Das berichtet die Zeitung "USA-Today" unter Verweis auf Gerichtsunterlagen. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Dem heute 25-jährigen Ex-Studenten droht die Hinrichtung durch die Giftspritze. Anfang der Woche hatte die Staatsanwaltschaft angekündigt, dass sie die Todesstrafe beantragen wolle.

Holmes war am 20. Juli 2012 schwer bewaffnet in eine nächtliche "Batman"-Filmpremiere in Aurora im US-Bundesstaat Colorado eingedrungen und hatte um sich geschossen. Zwölf zumeist junge Zuschauer starben, 58 weitere wurden schwer verletzt. Unmittelbar danach wurde Holmes festgenommen.

Prozess wird wohl sehr lange dauern

Das Hauptverfahren soll am 3. Februar nächsten Jahres beginnen - wesentlich später als zuvor geplant. Die Verteidigung hatte bereits signalisiert, dass sie auf Unzurechnungsfähigkeit ihres Mandanten plädieren will. Der Prozess soll mehrere Monate dauern.

Schon jetzt steht fest, dass die Frage nach der Schuldfähigkeit des Angeklagten im Zentrum stehen dürfte. Die Verteidigung verweist darauf, dass Holmes vor der Tat in psychiatrischer Behandlung gewesen sei.

Die Todesstrafe wird in Colorado sehr selten vollstreckt. Seit 1976 wurde ein Verurteilter hingerichtet. Laut Gesetz sollen Verurteilte dort durch die Giftspritze sterben.

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