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27. Oktober 2008, 15:37 Uhr

Bahn verlangt bis zu sechs Prozent mehr

Während die Bahn mit akuten Fahrplanproblemen kämpft, wird die angekündigte Preiserhöhung auf einzelnen Strecken etwas happiger ausfallen als bislang angenommen. Vor allem einige Strecken nach Berlin werden spürbar teurer. Immerhin läuft der Verkehr zwischen der Hauptstadt und Hamburg wieder besser.

Bahn Preiserhöhung ICE Nahverkehr

Bahntickets werden Mitte Dezember auf einzelnen Strecken um bis zu sechs Prozent teurer. Die Bahn bestätigte am Montag, dass die angekündigte Erhöhung teils deutlich über dem im August genannten Durchschnittswert von 3,9 Prozent liegt. Ein Unternehmenssprecher bestritt aber, dass die Spanne bis zu 9,1 Prozent erreicht. Dies hatte die Tageszeitung "Die Welt" berichtet.

Die Bahn kämpft seit Wochen mit erheblichen Problemen. Auch am Montag mussten ihre Kunden auf einigen Strecken - vor allem am Knotenpunkt Leipzig - mit vollgestopften Zügen und Verspätungen vorliebnehmen, weil die Bahn wegen Sicherheitsbedenken ihre ICE und ICE-T-Züge überprüfen lassen muss. Wegen der Finanzmarktkrise musste der Konzern seinen Börsengang verschieben. Und auch die Ankündigung von Preiserhöhungen zum 14. Dezember hatte für Unmut gesorgt. Auf einen geplanten "Bedienzuschlag" musste die Bahn wegen Protesten verzichten.

Einige Strecken werden nun auch so deutlich teurer: So wird eine IC-Fahrt zweiter Klasse von Berlin nach Bremen statt 67 künftig 71 Euro kosten und die von Hamburg nach Köln um 5,4 Prozent teurer. Die Preiserhöhung richte sich nicht nur nach der Streckenlänge, erläuterte ein Bahn-Sprecher. Vielmehr würden die Preise "relationsspezifisch unter Berücksichtigung vorhandener Angebots- und Wettbewerbsverhältnisse" festgelegt. Er verwies darauf, dass der Preisanstieg auf vielen Strecken auch unter dem Durchschnittswert von 3,9 Prozent liege.

Nach tagelangen Problemen auf den ICE-Strecken und heftiger Kritik von Kunden meldete der Konzern am Montag zumindest Verbesserungen auf der von Hamburg nach Berlin. Zwischen den beiden Metropolen fuhren 37 der planmäßig 42 ICE- und IC-Züge. Vor allem am Knotenpunkt Leipzig könne es aber weiter zu Verspätungen und überfüllten Zügen kommen, erklärte das Unternehmen. Die Bahn fährt seit Tagen nur mit einem Ersatzfahrplan, weil wegen Sicherheitsproblemen ihrer ICE und ICE-T zusätzliche Tests nötig sind.

AP
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
arniston (28.10.2008, 07:58 Uhr)
war das schön..
so mit oma in 15 stunden von frankfurt main nach berlin.
prima unterhaltung mit kaffee und kuchen.
die unterhaltung ist weggefallen der kuchen auch, menschen mit schmerzverzehrtem gesichtern auf der suche nach der zeit die ihnen gestohlen wurde, um sich wieder zu unterhalten. keine will sich mehr unterhalten, ausgeplündert vom kapital ist das reiseziel schon fast vergessen. da hat es ein leiharbeiter schon fast gut, der kann sich so eine zugfahrt gar nicht erst leisten..der preis ist in relation so wie zu anständigen zeiten
die anzahlung für ein reihenhaus.
wann werden die abzocker gestoppt ?, wie etwa,,
Höhere Preise für die Bevölkerung
Vorstands-Gehälter der Deutsche Bahn AG sollen sich vervielfacht haben,,
wann wehrt sich der bürger wie ein franzose ? nicht mit radreifen, sondern mit 326 tonnen tomaten ???
terrax (28.10.2008, 07:28 Uhr)
Mehdorn Börsengang-Millönchen müssen finanziert werden
Wie RTL vor ein paar Tagen berichtet hat, erhält Mehdorn ein paar Millönchen, wenn er es schafft, die Bahn an die Börse zu bringen. Mr. Verkehrminister Tiefensee war völlig empört. Tja und dieses Geld muß erst einmal wieder reinkommen...
fitness.dk (28.10.2008, 01:55 Uhr)
Peinlich
Peinliches Missverhaeltnis von Preis und Leistung - die Extremform des Kapitalismus ist nicht mehr machbar nur schoene Leute und in Hochglanzprospekten aber die Leistung bleibt auf der Strecke...
Warum nicht die Fehler sehen und verbessern.
Wo bleibt die eigentliche Leistung und Pflicht der Bahn zu transportieren , sowohl Gueter (Umweltschutz) als auch Personen, von A nach B, meist zum Arbeiten oder als Touristen.
Das nenne ich absichtlichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten.
hannes_schinder (27.10.2008, 23:08 Uhr)
Die Managergehälter
müssen schließlich bezahlt werden. Wie hoch wäre eigentlich die Bonuszahlung für die Lockführer beim möglichen Börsengang ausgefallen?
lazarus06 (27.10.2008, 21:01 Uhr)
So wird Kohle gemacht ...
Während die Politnieten alles unternehmen den Privaten Transport so teuer wie möglich zu machen,wird die Alternative ( Bahn ) auf unsere Kosten für die Börse schön gemacht und bekommt Quasi die Lizenz zum Geld drucken indem sie die Preise nach Lust und Laune erhöhen kann. SO WIRD IN DIESEM LAND EINFLUSS ZU GUNSTEN DES KAPITALS GENOMMEN...
Gore (27.10.2008, 20:54 Uhr)
Das ist können,
was die Bahn macht ,da sind die an den Banken stümper, mache das Angebot knapp mit Schrott nehme zuschläge für Platz angebote und schnelle Züge lasse die Kunden nicht sitzen sondern auf dem Bahnhof stehen,warten bis in die Nacht Auskunft ist nicht erreichbar oder nicht vorhanden.Der Gute Rat wenn sie schon auf dem Bahnsteig sind schauen sie doch im Internet nach.
so verdient man Kohle !!!!!!!!
PS: Preise erhöhen bringt uns an die Börse und dann wird verzockt !
McGhosty (27.10.2008, 20:45 Uhr)
Bescheidene Qualität aber höhere Preise
Sowas schafft auch nur die Bahn: Qualitätsprobleme ohne Ende, Verzögerungen, verärgerte Kundschaft, und dann auch noch die Preise erhöhen - und zwar auf einzelnen Strecken um 50 % mehr als angekündigt (statt 4 nun 6%). Super, so wird aus der Bahn auch noch was: Angebot verknappen und Preise erhöhen .. weil: für weniger Angebot wird das geringere Produkt sicherlich noch begehrter und deswegen besser bezahlt. Dann bringt man das Unternehmen an die Börse und sobald der Börsenganz auch nur etwas Gewinn abwirft, kassieren die Manager auch noch hohe Zulagen.
Dummerweise ist die Bahn AG kein Porsche-Unternehmen, nur da klappt das: wenige Autos im Jahr an viele reiche Leute, die auch gerne mal mehr zahlen.
Aber mal unter uns: Der Porsche ist wenigstens zuverlässiger.
Nur weiter so, Bahn AG, so wird was aus euch. Und das war jetzt ironisch gemeint!
johnniedeamonic (27.10.2008, 19:19 Uhr)
...
wei kann man bei ständig steigenden Tickepreisen davon Ausgehen mehr Kundschaft zu Gewinnen? man muss nicht VWL studiert haben um zu bemerken das das ncihts wird.
Die Deutsche Bahn ist der nächste alte Dinosaurier der irgendwann in sich zusammen brechen wird, wiedermal den Karren 1A in den Dreck gefahren, Gut gemacht!
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