Sebastian Vettel schlägt nach seinem umstrittenen Sieg in Malaysia heftige Kritik entgegen. Plötzlich steht der Weltmeister als Bösewicht da. Zu Recht?

Würdigten sich während der Siegerehrung kaum eines Blickes: Mark Webber (l.) und Teamkollege Sebastian Vettel, der in Malaysia triumphierte© AFP
Es war das Sportthema das Wochenendes: Sebastian Vettels geklauter Sieg beim Großen Preis von Malaysia in Sepang. Der Formel-1-Weltmeister ignorierte die Aufforderung vom Red-Bull-Kommandostand und entriss seinem TeamkollegenMark Webber durch ein Überholmanöver noch den Sieg.
Teamorder ist seit zwei Jahren in der Formel 1 nicht mehr ausdrücklich untersagt. Vor der Saison 2011 hatte der Internationale Automobilverband Fia das Verbot des Boxenbefehls nach acht Jahren wieder aus seinem Regelwerk gestrichen. Damit dürfen die Teams ihre Fahrer zugunsten des Stallrivalen einbremsen.
Beliebter hat sich Vettel durch seine Aktion bei den Kollegen in der Formel 1 sicher nicht gemacht. Aber ist das überhaupt wichtig? Muss man nicht ein Egomane sein, um Weltmeister in der Königsklasse des Rennsports zu werden? Was denken Sie? Hier können Sie abstimmen.