Verbraucher können einiges sparen, wenn sie den Gasversorger wechseln. Derzeit macht das besonders Sinn. Denn mehr als 250 Anbieter erhöhen zur neuen Heizperiode die Preise. Von Tanja Vedder

Gas wird erneut teurer: Ein Versorgerwechsel kann die Lösung sein© Patrick Pleul, DPA
Pünktlich zur anstehenden Heizperiode erhöhen wieder viele Gasversorger in Deutschland die Preise. Doch Verbraucher sind nicht gezwungen, dies mitzumachen. Denn bei einer Preiserhöhung gilt auch in der Gasbranche ein Sonderkündigungsrecht.
Mit dem Wechsel zu einem günstigeren Anbieter lassen sich die jährlichen Gaskosten vielerorts um ein Fünftel, ja sogar um ein Viertel reduzieren. Konkret in Zahlen bedeutet das: Ein Haushalt mit vier Personen mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden kann bis zu 250 Euro sparen, , wie Energieexperte Daniel Dodt vom Vergleichsportal Toptarif.de erläutert.
War das Jahr 2009 für die Verbraucher noch günstig, ziehen die Gaspreise seit 2010 wieder kontinuierlich an. Allein in diesem Sommer haben mehr als 100 Grundversorger Preiserhöhungen angekündigt, für September und Oktober ziehen nach aktuellen Berechnungen von Toptarif.de noch einmal mindestens 253 Unternehmen nach – darunter auch viele größere Gasanbieter wie EWE, Eon Avacon, EnBW, die Frankfurter Mainova, aber auch der größte deutsche Ökostromversorger Lichtblick verlangt mehr für sein Ökogas.
Betroffen seien mehr als sechs Millionen Haushaltskunden. Im Schnitt müssen Verbraucher nach der Preisrunde jetzt im Herbst 10,9 Prozent mehr für ihre Gasrechnung zahlen. Für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet das ein Plus von 144 Euro. Mancherorts verlangen die Anbieter aber 20 bis 29 Prozent mehr - auf den Musterhaushalt berechnet wären das in der Spitze sogar mehr als 400 Euro.
Bundesweit zahlen Gaskunden im Schnitt derzeit rund 7 Prozent mehr als noch 2009. Am teuersten ist Gas aktuell in Türingen. Immerhin haben die Platzhirsche RWE und Eon versichert, dass sie ihre Tarife bis Jahresende nicht anheben werden.
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