HOME

Steigender Gaspreis: Versorger heizen Kunden ein

Schon wieder wird für viele Verbraucher das Gas teurer: Über 100 Versorger wollen ab Spätsommer mehr Geld von ihren Kunden verlangen. Ein Wechsel kann sich deshalb lohnen.

Von Tanja Vedder

Die Gasanbieter in Deutschland drehen wieder an der Preisschraube. Im August und September wollen bundesweit 106 Gasversorger beim Kunden kräftig hinlangen. Im Schnitt steigen die Preise um etwa 11 Prozent. In einigen Regionen wollen die Anbieter sogar zwischen 20 und 29 Prozent mehr verlangen, wie das Verbraucherportal Toptarif ermittelt hat.

Die neue Teuerungswelle hat bereits begonnen: Seit Juli müssen Verbraucher beispielsweise in München mehr für ihr Gas bezahlen, aber auch in kleineren Städten wie Nürnberg und Gelsenkirchen haben die Anbieter bereits die Preise erhöht.

Die Preiserhöhung im Juli hat bereits zwei Millionen Haushalte erwischt, von der jetzt für den Spätsommer angekündigten Teuerung werden noch einmal rund 11 Millionen Haushalte betroffen sein – und damit etwa jeder fünfte deutsche Haushalt, der Gas bezieht. Dass es diesmal so viele sind, liegt unter anderem daran, dass auch Grundversorger wie EnBW, Eon Avacon oder der norddeutsche Regionalversorger EWE ihre Preise anheben. Ob auch ihr Versorger an der Preisschraube dreht, können Sie mit dieser Gasanbieter-Tabelle (PDF) überprüfen.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, wie teuer es werden kann: Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet ein Preisanstieg um 11 Prozent eine Mehrbelastung von durchschnittlich 142 Euro pro Jahr. In der Spitze könnten sogar bis zu etwa 400 Euro pro Jahr zusätzlich fällig werden.

Durch Anbieterwechsel bis zu 300 Euro im Jahr sparen

Verbraucherschützer raten bei einer Preiserhöhung, sich nach günstigeren Angeboten umzuschauen. Denn seit 2006 dürfen auch Privatkunden in Deutschland den Versorger wechseln. Tatsächlich ist ein Anbieterwechsel in der jüngsten Vergangenheit immer lohnender geworden. Denn nicht nur der Strom-, sondern auch der Gasmarkt ist inzwischen hart umkämpft. "Seit 2006 beobachten wir, dass sich die Zahl der Anbieter jährlich in etwa verdoppelt", sagt Daniel Dodt von Toptarif. Am Jahresanfang 2011 konnten demnach die bundesdeutschen Haushalte im Schnitt zwischen 42 verschiedenen Gasanbietern wählen - 2009 waren es noch zehn. Entsprechend haben sich auch die Preisunterschiede vergrößert. Wer von einem teuren zu einem günstigen Anbieter wechselt, kann inzwischen bis zu 300 Euro pro Jahr sparen.

Wechselwillige sollten sich allerdings einige wichtige Tipps zu Herzen nehmen:

  • Kurze Vertragslaufzeiten von maximal einem Jahr sind wichtig, damit der Kunde zeitnah auf eventuelle Preiserhöhungen seines neuen Anbieters reagieren kann.
  • Kurze Kündigungsfristen von maximal sechs Wochen sind aus demselben Grund zu empfehlen.
  • Preisgarantie sichern: Diese Garantie sollte zumindest über die anstehende Heizperiode gelten – denn in dieser Zeit verbraucht ein Haushalt etwa 80 Prozent seines Gasbedarfs.
  • Vorsicht bei Vorauskasse: Die Insolvenz des Billigstromanbieters Teldafax hat gezeigt: Bei einer Pleite des Anbieters ist das Geld im schlimmsten Fall weg. In jedem Fall keine Beträge für ein ganzes Jahr im Voraus überweisen, selbst wenn der Komplettpreis günstiger ist. Eine monatliche Zahlungsweise birgt weniger Risiko.

>>> Zum stern.de-Anbietervergleich: Schnell einen günstigeren Gastarif finden

Ein Ende des Preisanstiegs ist nicht in Sicht

Die Versorger begründen die Preiserhöhungen mit gestiegenen Beschaffungskosten. Viele der Unternehmen beziehen ihr Gas über langfristige, an den Ölpreis gekoppelte Lieferverträge. Die Koppelung an den Ölpreis ist eine freiwillige Absprache der Branche, die seit den 1960er Jahren besteht und zunehmend kritisiert wird. In der Regel ziehen bei einer Veränderung des Ölpreises die Gaspreise mit einer Verzögerung von einem halben Jahr nach. Als beispielsweise in Zuge der Wirtschaftskrise der Ölpreis im zweiten Halbjahr 2008 nach unten ging, wurde auch das Gas im Frühjahr 2009 günstiger. In der Tendenz, so sagen Kritiker, gehen die Anpassungen aber nach oben – und die Energiekonzerne schöpfen die Extraprofite ab.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich die Gaspreise seit Ende der 1990er Jahre kontinuierlich nach oben bewegt. 55,40 Euro gab ein durchschnittlicher Haushalt 1998 für Gas aus. Fünf Jahre später waren es schon 73,30 Euro und 2008 bereits 85,56 Euro.Bei dieser Rechnung spielen jedoch auch Faktoren wie steigende Wohnfläche, effizientere Gastechnik oder Wärmedämmung eine Rolle.

Einige Gasanbieter beziehen ihr Gas an den entsprechenden Handelsbörsen und können daher flexibler und günstiger in der Preisgestaltung sein. Wegen der vielen langfristigen Lieferverträge der Branche gilt aus Sicht der Verbraucher dennoch die Faustregel: Ziehen die Preise an der Zapfsäule über einen längeren Zeitraum an, dürften die Gaspreise bald folgen.

Daniel Dodt: "Es ist zu erwarten, dass gerade zu Beginn der Heizperiode zahlreiche weitere Gasversorger Tariferhöhungen vornehmen werden, gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Branche dem gestiegenen Ölpreis vorerst nicht entziehen kann."

mit DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.