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Mülltrennung: Kommunale Versorger wettern gegen Grünen Punkt

Allein die Existenz des Systems kostet die Deutschen jährlich viele Millionen Euro, sagen die Stadtwerke. Deswegen sollten die Kommunen Entsorgung und Recycling übernehmen.

Die deutschen Stadtwerke wollen den Grünen Punkt abschaffen. Durch ein Ende des Dualen Systems Deutschland (DSD) würden Entsorgung und Recycling deutlich günstiger, sagte der Chef des Verbands kommunaler Unternehmen, Hans-Joachim Reck, der "Bild"-Zeitung. Das DSD ist für die Entsorgung der Verpackungen mit dem Grünen Punkt zuständig.

"Allein die Existenz der dualen Systembetreiber kostet den Verbraucher jährlich rund 120 Millionen Euro, ohne dass ein gelber Sack eingesammelt worden ist", beklagte Reck. "Die Verpackungsentsorgung in Deutschland ist teuer und die ökologische Bilanz ist schlecht." Die kommunalen Unternehmen könnten das günstiger und besser erledigen, sagte Reck.

Für Verbraucher fallen zwar keine direkten Kosten an, denn die Entsorgung der gelben Säcke oder der gelben Tonnen ist kostenlos. Die Unternehmen müssen allerdings eine Lizenzgebühr für den Grünen Punkt zahlen - und diese Kosten geben sie zumindest teilweise an die Verbraucher weiter. Das DSD hatte erst am Mittwoch angekündigt, die Preise für den Grünen Punkt um bis zu acht Prozent zu erhöhen.

sas/AFP / AFP
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