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27. Dezember 2007, 15:33 Uhr

Feinstaub-Rekord durchs Feuerwerk

Es hat schon Tradition, dass kurz vor Silvester über die negativen Seiten des Böllerns gesprochen wird. Dieses Jahr äußert sich das Umweltbundesamt - und warnt vor exorbitanten Feinstaubwerten zum Jahresanfang.

Erst Feuer, dann Feinstaub: Knaller gehören zu Silvester dazu - die Warnungen vor ihnen allerdings auch© Picture-Alliance/ZB

Neujahr ist die Feinstaubbelastung so hoch wie an keinem anderen Tag im Jahr. "Nach Mitternacht nimmt die Feinstaubkonzentration in den Städten sprunghaft zu", sagt Arno Graff vom Umweltbundesamt in Dessau. In der ersten Stunde nach dem Jahreswechsel seien bis zu 4000 Mikrogramm Feinstaub in einem Kubikmeter Luft enthalten. Zum Vergleich: In den Großstädten werden im Jahresdurchschnitt 30 bis 40 Mikrogramm gemessen. Feinstaub kann die Atemwege schädigen und Herz-Kreislauf-Probleme verursachen.

"Die Belastung in den ersten Stunden des neuen Jahres ist exorbitant hoch", sagt Graff, der das Fachgebiet Beurteilung der Luftqualität beim Umweltbundesamt leitet. Wie eine Auswertung an den knapp 400 deutschen Messstationen seit 2003 ergab, steigt an Neujahr die Feinstaubkonzentration auch in ländlichen Regionen auf Werte von rund 150 Mikrogramm - allerdings erst einige Stunden später als in den Städten. "Das hängt von der Wetterlage ab, da der Wind die Staubfahne aus den Ballungsräumen in die Umgebung trägt."

Seit 2005 gilt europaweit ein Grenzwert für Feinstaub, der 50 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesdurchschnitt beträgt. Dieser darf nicht häufiger als 35 Mal im Jahr überschritten werden. "Neujahr ist häufig schon der erste Überschreitungstag im Jahr", kritisiert Graff. Umweltbundesamt appelliert an die Feiernden, weniger zu knallen oder ganz auf Raketen und Böller zu verzichten. "Dadurch entsteht nicht nur weniger Feinstaub, sondern auch weniger Müll", so Graff.

DPA
 
 
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