Fracking belastet das Trinkwasser

25. Juni 2013, 09:58 Uhr

Neue Argumente gegen das Fracking: Eine US-Studie ergab, dass Brunnen in der Nähe von Frackinganlagen oft mit Methan, Ethan und Propan belastet sind. Die Erkenntnisse seien schwer zu widerlegen.

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Neue Erkenntnisse geben den Kritikern der umstrittenen Technologie recht: Das Fracking belastet offenbar das Trinkwasser©

Eine US-Studie ergab, dass das umstrittene sogenannte Fracking das Trinkwasser belastet. Brunnen in der Nähe von Frackinganlagen seien häufig mit Methan, Ethan und Propan belastet, erklärte eine Gruppe von Forschern der Duke University in Durham, North Carolina. Die Wissenschaftler hatten Proben in 141 privaten Brunnen in der Gegend des Marcellus-Beckens im Nordosten des Bundesstaats Pennsylvania genommen, in dem es große Schiefergasvorkommen gibt.

Der Studie zufolge war die Belastung mit Methan bei Brunnen im Umkreis von einem Kilometer um Frackinganlagen sechsmal höher als in anderen Brunnen. Die Ethankonzentration war demnach sogar 23 Mal höher. Im Wasser von zehn Brunnen wurde zudem Propan nachgewiesen - alle lagen im Umkreis von einem Kilometer um Frackinganlagen.

Ethan und Propan kommen in der Region nicht vor

"Die Daten zu Methan, Ethan und Propan sowie neue Erkenntnisse zu Kohlenwasserstoff- und Helium-Isotopen deuten darauf hin, dass die Bohrungen das Wasser einiger Hausbesitzer belastet haben", erklärte Studienautor und Umweltwissenschaftler Robert Jackson. Die neuen Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Fracking seien schwer zu widerlegen, denn es gebe "keine biologischen Quellen von Ethan und Propan in der Region".

"Fracking" steht für "hydraulic fracturing", was so viel wie hydraulisches Aufbrechen bedeutet. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien in unterirdische Gesteinsschichten gepresst und dadurch Druck erzeugt, um Gas oder Öl freizusetzen. Kritiker bemängeln unter anderem den Einsatz von Chemikalien, die eine Gefahr für das Trinkwasser seien. In Deutschland ist ein Gesetzesvorhaben, das Fracking ermöglichen sollte, vorerst gestoppt.

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