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MG XPower SV: Eiliger Engländer

Die Autobauer von der Insel haben es aktuell nicht leicht. Außerhalb des heimischen Eilandes kann sich niemand so recht für die Erzeugnisse von Rover oder MG erwärmen.

Die Autobauer von der Insel haben es aktuell nicht leicht. Außerhalb des heimischen Eilandes kann sich niemand so recht für die Erzeugnisse von Rover oder MG erwärmen. Um mit der Konkurrenz vom Festland mithalten zu können, fehlt es den Engländern schlicht an Geld und mächtigen Partnern. Da sich das auch in absehbarer Zeit kaum ändern wird, tut MG Rover alles, damit die Marke dennoch nicht aus dem Interesse der Öffentlichkeit verschwindet.

Kann MG mit dem XPower SV den etablierten Sportwagen-Bauern gefährlich werden?

PS-Monster

Im Mittelpunkt der Image-Kampagne steht pure Leistung. Nach einem Über-Kombi (MG ZT-T Bonneville) mit 765 PS haben die Rover-Händler auf der Insel das nächste PS-Monster im Schaufenster stehen. Am 1. November begann MG Rover mit der Auslieferung des XPower SV, einem brachialen Sportwagen mit Potential.

1000 PS? Kein Problem!

Dem Einstiegsmodell gönnt MG Rover 320 PS. Das reicht für 265 Sachen Spitze und den 100er-Sprint in 5,4 Sekunden. Nicht schlecht und doch irgendwie Verschwendung. Der 4,6 Liter große V8 unter den Lüftungsschlitzen der Motorhaube kann mehr. Viel mehr. Mit dem 765-PS-Triebwerk aus dem Bonneville ist die 300er-Marke kein Problem. 320 km/h Spitze verspricht MG Rover. Schluss ist damit noch lange nicht. Bei entsprechender Nachfrage können sich die Briten noch weitere Ausbaustufen vorstellen. Knapp 1000 PS? Mit Lachgas-Einspritzung kein Problem...

Optisch sind alle XPower keine Leisetreter. Riesige Belüftungs-Kiemen hinter den vorderen Radhäusern, ein großer Heckspoiler und ein dicker Kühlergrill lassen keinen Platz für englisches Understatement.

Karosserie aus Carbon

Mindestens 100.000 Euro sollte man im Geldbeutel haben, um sich das englische Flügeltier leisten zu können. Im Preis inbegriffen ist eine Karosserie aus Carbon und ein manuelles Fünfgang-Getriebe. 2004 soll eine Automatik-Version nachgeschoben werden.

Vor gut einem Jahr durfte der XPower zum ersten Mal in die Öffentlichkeit. Noch als Studie getarnt und mit allerlei optischem Firlefanz ausstaffiert, wurde er Fans und Fachbesuchern der Birmingham Motor Show als Heilsbringer für die schwächelnde Automarke vorgestellt. Ob's klappt, wird sich zeigen.

Jochen Knecht
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.