HOME

Auto-Service: Audi

Der vorübergehende Star in der Ingolstädter Navigationstruppe nennt sich »Navigation Plus«, stammt von Blaupunkt und bietet gegen Aufpreis nur mäßige Infotainment-Eigenschaften.

Der vorübergehende Star in der Ingolstädter Navigationstruppe nennt sich »Navigation Plus«, stammt von Blaupunkt und bietet gegen Aufpreis nur mäßige Infotainment-Eigenschaften. Doch Ringträger aufgepasst: Mit der Einführung des neuen A8 wird auch ein neues Infotainment-System den Weg in die Serie finden. MMI soll der »iDrive«-Konkurrent heißen.

Navigation Plus:

Im Originalzustand ist das Navigation Plus ein gut ausgestatteter, autarker Navigationshelfer. Der Farbmonitor zeigt brav den Weg, muss allerdings auf eine parallele Pfeil- und Kartendarstellung verzichten. Wer mehr möchte als einen einfachen Pfadfinder, kann sich im Audi-Zubehörregal bedienen. Auf Wunsch und gegen Aufpreis lässt sich Navigation Plus mit einer Sprachbedienung (rund 400 Euro), TV-Empfang (790 Euro) und Audi TELEMATICS II (ab 1.255 Euro) aufrüsten.

Interessant dabei ist vor allem TELEMATICS II. Das System versorgt seinen Besitzer nicht nur zwei Jahre lang mit SMS-Staumeldungen, sondern bietet auch Dienstleistungen wie ein spezielles Sicherheitspaket an. So setzt das System bei der Auslösung des Gurtstraffers oder des Airbags automatisch einen Notruf ab. Nachteil des Systems: Es funktioniert nur mit dem im Preis inbegriffenen Nokia-Telefon.

Die Preise:

Navigations Plus: 2.690 bis 2.810 Euro

Telematics II: 1.250 bis 1.400 Euro

Russische Mechaniker haben einen Bentley-Panzer aus Luxuswagen und Kettenfahrzeug gebaut.

Sprachbedienung: 400 Euro

TV-Empfang: 780 Euro

MMi

Mit vollem Namen heißt Audis Infotainment-Technologie der nahen Zukunft Multi-Media-Interface (MMI). Dahinter verbirgt sich ein Konzept, dass in seinen Grundzügen an BMWs »iDrive« erinnert und in seiner Konsequenz doch andere Wege geht. Das Ziel war klar: Das System soll Audi-, Video-, Telematik- und Kommunikationsfunktionen miteinander verheiraten, ohne dabei zur »Knöpfchen-Wüste« zu verkommen. Entstanden ist dabei, neben dem großen Farbdisplay, eine Bedieneinheit, die auf der Mittelkonsole hinter dem Schalthebel sitzt. Wichtigstes Arbeitsgerät ist dabei ein wuchtiger Knopf, ein so genannter Dreh-Drücksteller, mit dem man in den einzelnen Ebenen navigieren kann. Unterstützt wird der Multifunktions-Knubbel von vier Softkey-Tasten, die ihre Funktionalität je nach Menüpunkt ändern.

Wie gehabt kann man, anders als bei BMW, wichtige Funktionen wie das Telefon, die Fahrwerkseinstellung oder das Navigationssystem mit separaten Hauptschaltern erreichen. Online geht¿s mit MMI dank einem von IBM entwickelten Browser recht fix. HSCSD, GPRS oder auch UMTS - alle mobilen Hochgeschwindigkeitstechnologien dürften in der Serienversion zum Einsatz kommen können. Dabei vertraut Audi, im Unterschied zu anderen Herstellern, auf einen HTML-Browser. In der Praxis können sich MMI-Kunden deshalb über ansprechende Grafiken und Bilder der Audi-Online-Dienste freuen. Für die Zukunft gerüstet sein soll MMI dank seiner modularen Bauweise: Audio- oder Video-Geräte lassen sich nachträglich problemlos integrieren.

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity