HOME

"Elythril - The Elf Treasure": Der Schatz der Elfen

Völlig gewaltfrei präsentiert das professionell umgesetzte Knobelspiel "Elythril" sich. Magische Kristalle müssen in einem Netz so geschickt angeordnet werden, dass ein böser Zauber gebrochen wird.

Oft ist es doch so: Die optische Qualität eines Spiels steigt proportional zur im Spiel ausgeübten Gewalt. Viele Entwickler und Verlagshäuser sind anscheinend der Meinung, dass bei einem Knobelspiel alleine die Idee zählt und nicht die Optik. Weit gefehlt. Es gibt ein riesiges brachliegendes Spielerpotenzial vor und jenseits der Pubertät, das endlich wachgerüttelt werden muss. Genau das versuchen zurzeit gleich mehrere Studios - mit großem Erfolg. Sie verpacken tüftelige Knobelaufgaben in eine professionelle und hochwertige 3D-Optik, wie man sie bei einem solchen Spiel bislang noch nicht gesehen hat. Zum Einheitspreis von etwa 20 Euro oder Dollar werden die Games in der Regel über das Internet verkauft.

Ein gelungenes Beispiel für die neu gewonnene Klasse der so genannten Casual Games ist "Elythril" von Absolutist. Ziel ist es, in den Krieg der Elfen einzugreifen und den Schatz der Elfen zu gewinnen. Zu diesem Zweck müssen 80 Aufgaben gelöst werden. Eine schön anzusehende 3D-Landkarte zeigt die einzelnen Stationen an, die der Spieler anschließend per Mausklick besuchen kann. Dabei bekommt er ziemlich schnell das Gefühl vermittelt, selbst in einer zauberhaften Fantasy-Welt zu weilen, die schon ein wenig an den "Herrn der Ringe" erinnert.

Schönes Steine-Schubsen

In jedem einzelnen Level präsentiert das Programm eine Art Netz als Spielfeld, das ein wenig an einen Traumfänger erinnert. Die Knotenpunkte des Netzes sind zugleich auch die einzelnen Felder, auf denen rote oder blaue Steine abgelegt werden. Ziel ist es, Steine der gleichen Farbe auf alle Knotenpunkte einer Fläche zu bewegen. Gelingt dies, so wird die entsprechende Fläche umgehend in der bewussten Farbe ausgemalt. Sind alle Flächen des Netzes auf diese Weise eingefärbt, gilt der Level als gewonnen und der Spieler darf ein paar weitere Schritte durch das Elfenland wagen.

"Elythril - The Elf Treasure"

System

ab Windows 98

Autor

Absolutist

Sprache

Englisch

Preis

19,95 Dollar

Größe

16,5 MB

Eigentlich ist es ganz einfach, bei "Elythril" zu punkten. Der Spieler darf einen Stein mit der Maus anklicken und ihn auf diese Weise markieren. Ein zweiter Klick auf ein leeres Knotenfeld leitet die Bewegung ein. Der Stein rutscht animiert auf die ihm zugedachte Position, wenn er nur einen Weg finden kann, der nicht von anderen Steinen versperrt ist. Gelingt es dabei, eine Fläche einzuschließen, so lösen sich die beteiligten Steine nach dem "Lines"-Prinzip auf. In jedem Zug, der nicht sofort in einer neuen Flächenbildung mündet, legt das Spiel neue Steine auf dem Spielbrett ab. Wird auf diese Weise auch noch das letzte Feld gefüllt, ohne dass die Spielaufgabe gelöst ist, gilt die Partie als verloren. Extrapunkte hingegen gibt es, wenn es dem Spieler mit einem Stein gelingt, gleich mehrere Flächen abzuschließen.

Die Testversion lässt sich ohne Einschränkungen 60 Minuten lang spielen.

Download beim Hersteller: absolutist.com

Carsten Scheibe
Themen in diesem Artikel